Bericht

Neonazis haben sich unter G20-Demonstranten gemischt

Am Rande des G20-Gipfels war es zu gewalttätigen Auseinadersetzungen gekommen.

Am Rande des G20-Gipfels war es zu gewalttätigen Auseinadersetzungen gekommen.

Foto: Markus Scholz / dpa

Bisher war in Berichten stets von linken Demonstranten beim G20-Gipfel zu lesen. Ein neuer Bericht bringt nun andere Fakten zu Tage.

Erfurt.  Während im Innenausschuss des Hamburger Senats die Arbeit der Polizei beim G20-Gipfel aufgearbeitet wird, gibt es nun neue Informationen zu den Demonstrationsteilnehmern. Unter die weitestgehend linken Demonstranten sollen sich auch mindestens zwei rechtsextreme Gruppen gemischt haben.

Dem Nachrichtenportal „Thüringen24“ liegen zwei Aussagen von Neonazi-Gruppen vor, die ihre Teilnahme an den G20-Protesten Anfang Juli bestätigen. Die Gruppen haben laut Bericht auch Sympathien für die Ausschreitungen, bei denen Polizisten verletzt wurden.

Neonazi-Gruppen wollen Thema Antikapitalismus besetzen

Das Nachrichtenportal bezieht sich im Bericht unter anderem auf das „Antikapitalistische Kollektiv“ (AKK), das laut baden-württembergischen Verfassungsschutz verschiedene rechtsextreme Gruppen auf sich vereine. Zudem seien Mitglieder der „Jungen Nationaldemokraten“, die Jugendorganisation der NPD, in Hamburg vor Ort gewesen.

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Die Beteiligung des AKK an den Protesten in Hamburg passt zur politischen Agenda des Bündnisses. Laut „Thüringen24“ positioniert sich die Gruppe beim Thema Antikapitalismus und sei bereits bei der Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank in Frankfurt im Frühling 2015 in Erscheinung getreten.

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Bei den gewalttätigen Demonstrationen in Hamburg war nach Schätzungen von Versicherungen ein Schaden von etwa zwölf Millionen Euro entstanden. Nach Angaben des Hamburger Einsatzleiters der Polizei, Hartmut Dudde, waren 592 Beamte verletzt worden. (ac)

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