G20

Deutlich weniger verletzte Polizisten bei Gipfel in Hamburg

G20: Bundespräsident verteidigt Polizeieinsatz

G20: Bundespräsident verteidigt Polizeieinsatz

Video: abendblatt.tv
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Beim G20-Einsatz wurden weniger Polizisten verletzt als bislang angenommen. Krankmeldungen vor dem Gipfel flossen in die Statistik ein.

Berlin.  Die Zahl der während des Polizeieinsatzes beim G20-Gipfel als verletzt gemeldeten Polizisten muss wohl nach unten korrigiert werden. Die bislang genannte Zahl von 476 verletzten Einsatzkräften bezieht sich auf den erweiterten Einsatzzeitraum vom 22. Juni bis 10. Juli, beginnt also bereits zwei Wochen vor dem G20-Einsatz.

Das bestätigte Polizeisprecher Holger Vehren. In der „heißen“ Einsatzphase – die am Tag vor dem Gipfel am 7. und 8. Juli begann und einen Tag danach endete – seien 231 Beamte verletzt gemeldet worden, teilte das bayerische Innenministerium mit.

Dehydration und Kreislaufprobleme unter Verletzungen

Die Zahlen gehen auf eine Recherche von „Buzzfeed“ zurück. Das Internetportal berief sich auf eine Umfrage bei den Polizeien der Länder, der Bundespolizei sowie einzelnen Länder-Innenministerien.

Polizeisprecher Vehren erklärte, in der Verletztenstatistik enthalten seien auch einsatzbedingte Ausfälle wie Dehydration, Kreislaufprobleme und weitere Erkrankungen. „Buzzfeed“ zufolge waren von den 476 verletzten Beamten 455 am Tag nach der Verletztenmeldung wieder einsetzbar. 21 Beamte seien so erheblich verletzt worden, dass sie am nächsten Tag noch nicht wieder diensttauglich waren. Offiziell als schwer verletzt gelten zwei Beamte. (zrb)