Linksextremisten

G20-Krawalle in Hamburg – Das ist der „schwarze Block“

Erneut nächtliche Zusammenstöße im Schanzenviertel

Erneut nächtliche Zusammenstöße im Schanzenviertel

Im Hamburger Schanzenviertel ist es in der Nacht zum Sonntag erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Jugendlichen gekommen.

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Der „schwarze Block“ bei Demonstrationen ist keine geschlossene Gruppe. Es ist eine Taktik, die Linksradikale oft bei Protesten nutzen.

Hamburg.  Der „schwarze Block“ ist trotz seines Namens keine einheitliche Gruppierung. In ihm schließen sich unterschiedliche linksradikale Gruppen zusammen, um etwa bei Großdemonstrationen zu randalieren.

Was die Teilnehmer eint, ist die Ablehnung der herrschenden staatlichen Ordnung und von allem, was in ihren Augen den Kapitalismus verkörpert. Dazu gehören etwa Banken, Autos und Handelsketten. In den vergangenen Jahren haben sich allerdings auch Rechtsextremisten zu einem schwarzen Block zusammengeschlossen.

Demonstranten wollen für Polizei nicht identifizierbar sein

Der schwarze Block hüllt sich ganz in Schwarz, um für die Polizei nicht identifizierbar zu sein. Auch der Kopf wird durch Kapuzen, Mützen und Sonnenbrillen verdeckt. Solange die schwarze Kleidung nicht gebraucht wird, tragen die Extremisten sie versteckt. So sind sie auf der Straße schwer auszumachen.

Nacht der Gewalt in Hamburg
Nacht der Gewalt in Hamburg

In Deutschland gehörten dem gewaltbereiten linksextremistischen Bereich laut Verfassungsschutzbericht 2016 rund 8500 Personen an. Bei politischen Gipfeltreffen wie G7 oder G20 kommen aber oft nicht nur Politiker, sondern auch Linksextremisten aus mehreren Ländern zusammen.

Demonstrant bei G8 in Genua erschossen

Auch bei den Demonstrationen zum G8-Gipfel in der italienischen Hafenstadt Genua 2001 trat der „Schwarze Block“ in Erscheinung. Damals lieferten sich Randalierer zwei Tage lang erbitterte Kämpfe mit der Polizei. Ein Demonstrant wurde dabei von einem Polizisten erschossen. (dpa)