G20-Gipfel

Schulz: „Mordversuche vorbereitet“ – Reaktionen auf G20

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Wut über Randale und Zerstörung in Hamburg

Wut über Randale und Zerstörung in Hamburg

Viele Anwohner zeigten sich geschockt über die Gewaltausbrüche am Rande des G20-Gipfels.

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Politiker wie Anwohner haben mit Sorge und Wut auf die Gewalt in Hamburg reagiert. Gesammelte Zitate zu den Ausschreitungen der Nacht.

Hamburg.  Politiker, Hamburger Anwohner, Ladenbesitzer und Mitarbeiter des linken Zentrums „Rote Flora“ haben auf die anhaltenden Ausschreitungen im Schanzenviertel reagiert. Verständnis für die Gewalttaten der Krawallmacher hat dort niemand, stattdessen herrschte bei vielen Enttäuschung, Wut und Entsetzen.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: Krawalle waren „Mordversuche“

„Wir haben es hier mit Mordbrennern zu tun – mit Gewalttätern, die Mordversuche vorbereiteten und brandschatzend durch die Straßen zogen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Opfer sollen entschädigt werden

„Die Polizisten haben ihr Bestes gegeben“, sagte Merkel. Die Polizei habe ihre Aufgabe mit großem Einsatz gelöst. Es sei „schlimme Gewalt sichtbar“ geworden. Sie habe mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) abgesprochen, „dass wir prüfen werden, wie wir gemeinsam mit der Hansestadt Hamburg Opfer von Gewalt bei der Beseitigung der entstandenen Schäden helfen können“.

Bundeskanzleramts-Chef Peter Altmaier

„Linksextremer Terror in Hamburg war widerwärtig und so schlimm wie Terror von Rechtsextremen und Islamisten. Danke Polizei. Danke Hamburg“, twitterte Altmaier.

Justizminister Heiko Maas (SPD): „hemmungslose Randale“

„Jeder friedliche Protest gegen G20 ist willkommen. Aber: Das Recht, zu demonstrieren, ist kein Freibrief für hemmungslose Randale. Diese extremistischen Kriminellen gehören nicht auf die Straße, sondern vor Gericht. Wer Autos anzündet und Polizisten verletzt, hat keine Toleranz verdient.“

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD): „Ich bin sehr besorgt“

„Ich appelliere an die Gewalttäter, mit ihrem Tun aufzuhören und sich zurückzuziehen und die Gewalttaten nicht mehr zu verüben, sondern ein friedliches Miteinander in dieser Stadt weiterhin möglich zu machen. (...) Ich bin sehr besorgt über die Zerstörungen, die stattgefunden haben. Ich bin bedrückt über das, was viele zu ertragen haben, die die Gewalt unmittelbar erlebt haben, in dem zum Beispiel ihre Fahrzeuge oder ihr Eigentum zerstört worden ist oder sie eben gesehen haben, mit welcher Brutalität auch gegen Polizistinnen und Polizisten vorgegangen wird.“

Nacht der Gewalt in Hamburg
Nacht der Gewalt in Hamburg

Innenminister de Maizière (CDU): „Extrem gewalttätige Chaoten“

„Die Brutalität, mit der extrem gewalttätige Chaoten gestern und vorgestern in Hamburg vorgegangen sind, ist unfassbar und empörend. „Das sind keine Demonstranten, das sind Kriminelle.“ Die Angriffe hätten nichts mit politischen Motiven oder Protest zu tun.

CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach: „Der kriminellen Energie freien Lauf lassen“

„Verantwortlich sind jene, die viel zu oft verharmlosend „Aktivisten“ genannt werden und die unter dem Vorwand eines politischen Engagements ihrer kriminellen Energie freien Lauf lassen.“

Anwohner Urcu im Schanzenviertel: „Schon mal Bürgerkrieg proben“

„Ich hab das Gefühl, man probt hier in Hamburg schon mal den Bürgerkrieg, und zwar von beiden Seiten aus. (...) Das ist keine Art: Diese zerschlagenen Fenster, brennende Autos, ist nicht der richtige Weg.“

Andreas Blechschmidt vom autonomen Zentrum Rote Flora: „Militanz auf die Straße getragen“

„Wir haben den Eindruck gehabt, dass sich hier etwas verselbstständigt hat, dass hier eine Form von Militanz auf die Straße getragen wurde, die sich so ein bisschen an sich selbst berauscht hat – und das finden wir politisch und inhaltlich falsch.“

Passant im Schanzenviertel: „Ihr kommt her und macht alles kaputt“

„Ich beliefer’ hier täglich Kunden mit meinem LKW. Ich schäme mich für das, was hier passiert ist. Das ist so ein cooles Viertel. Woanders sterben Menschen an Hunger und ihr kommt her und macht alles kaputt.“

Volker Kauder (CDU), Fraktionschef: „Unerträgliche Gewaltexzesse“

„Niemand hat das Recht,