Hamburg

Merkel will sich für Nachhaltigkeit starkmachen

Hamburg.  Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Montag in Hamburg einen Forderungskatalog des alternativen "C20-Gipfels" für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit entgegengenommen. Anders als früher stehe beim G20-Gipfel mittlerweile ein nachhaltiges Wachstum im Zentrum, sagte die Kanzlerin. Ziel müsse ein kohlefreies Wirtschaften sein. Wichtig sei auch, die wirtschaftlichen Chancen von Frauen zu stärken. Merkel wurde von den C20-Teilnehmern aufgefordert, die Anliegen der zivilgesellschaftlichen Organisationen in den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg einzubringen.

Vertreter von rund 200 internationalen zivilgesellschaftlichen Organisationen hatten zuvor ein 20-seitiges Papier mit Vorschlägen für eine gerechtere Umwelt-, Klima- und Gesundheitspolitik erarbeitet. Der Civil20 (C20) begleitet die Arbeit der G20-Gipfel als offiziell anerkannte Engagement Group. Flankiert wurde die Veranstaltung von Greenpeace-Protesten auf der Elbe gegen die Kohlepolitik der Bundesregierung.

Unter dem Titel "The World We Want" ("Wie wir uns die Welt wünschen") fordert der C20-Gipfel unter anderem eine Reform des internationalen Finanzsystems, einen wirksamer Klimaschutz und eine bessere Ernährung in Entwicklungsländern.

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