Altkanzler

Brüssel bestätigt europäischen Staatsakt für Helmut Kohl

Die EU plant einen Staatsakt für den verstorbenen Altkanzler Helmut Kohl in Straßburg. In Deutschland soll es dagegen keinen geben.

Trauer um Helmut Kohl im In- und Ausland

Vor Kohls Haus berichteten Bürger über berührende Begegnungen mit dem Altbundeskanzler. Auch der Papst und Lech Walensa zollten dem Staatsmann Tribut.
Sa, 17.06.2017, 15.54 Uhr

Trauer um Helmut Kohl im In- und Ausland

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Brüssel.  Der europäische Staatsakt für den verstorbenen Altbundeskanzler Helmut Kohl (CDU) ist nach Angaben der EU-Kommission beschlossene Sache. "Den europäischen Staatsakt wird es geben", sagte die Vize-Chefsprecherin der Behörde, Mina Andreeva, am Montag dem Evangelischen Pressedienst in Brüssel. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sei "in Kontakt mit allen relevanten Akteuren, um schnellstmöglich das Datum festzulegen", fügte Andreeva hinzu.

Voraussichtlich findet der Staatsakt Anfang Juli statt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vom Montag sprach viel für das Datum 1. Juli. Das würde auch mit Terminplanungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) übereinkommen.

Totenmesse im Dom zu Speyer

Der "Bild am Sonntag" hatte Juncker gesagt, Kohl sei für seine Verdienste bereits zu Lebzeiten mit der Ehrenbürgerschaft Europas ausgezeichnet worden. "Deshalb gebührt Helmut Kohl nun auch ein europäischer Staatsakt, für den ich mich persönlich einsetzen werde."

Der Staatsakt soll nach Informationen der Zeitung in Straßburg stattfinden. Anschließend sei eine Totenmesse im Dom zu Speyer geplant. Ein weiterer nationaler Staatsakt in Deutschland sei nicht vorgesehen. Kohl war nach langer Krankheit am Freitag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Ludwigshafen gestorben. (epd)

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