Temposünder

Grüne im Bundestag wollen Rasern das Auto wegnehmen

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter.

Grünen-Bundestagsfraktionschef Anton Hofreiter.

Foto: imago stock&people / imago/Sven Simon

Langes Fahrverbot und Entzug des Fahrzeugs – die Grünen wollen Raser im Straßenverkehr härter bestrafen. Ein Antrag liegt schon vor.

Osnabrück.  Die Grünen fordern deutlich schärfere Strafen gegen rücksichtslose Raser. Illegale Autorennen härter zu ahnden sei richtig, greife aber zu kurz, sagte Fraktionschef Anton Hofreiter der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Er plädierte dafür, die Justiz in die Lage zu versetzen, die Autos von Rasern einzuziehen und ein Fahrverbot von bis zu zwölf Monaten erteilen zu können. Die Grünen haben dazu einen entsprechenden Antrag im Bundestag vorgelegt.

Hofreiter reagierte damit auf die Ankündigung von Union und SPD, eine Bundesratsinitiative aus dem Jahr 2016 wiederzubeleben, wonach Veranstalter oder Teilnehmer illegaler Rennen mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden können und mit bis zu zehn Jahren Haft rechnen müssen, wenn dabei jemand schwer verletzt oder getötet wird.

Es geht nicht nur um illegale Rennen

Laut Hofreiter blende die Große Koalition damit aus, dass „die Gefahr nicht allein von Rennen“ ausgehe, sondern generell von rücksichtsloser Fahrweise und stark überhöhter Geschwindigkeit.

„Alle sieben bis acht Minuten wird in Deutschland ein Mensch durch einen Verkehrsunfall wegen zu hoher Geschwindigkeit schwer verletzt oder sogar getötet. Gerade Kinder und ältere Menschen müssen wir vor hemmungslosen Rasern schützen“, so Hofreiter. Empfindlichere Strafen für grob verkehrsgefährdendes Rasen trügen dazu bei, dass die Straßen sicherer würden. (W.B.)

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