Politik

„Der BER ist falsch geplant und schlecht gebaut“

Zum Artikel: Flughafen BER wird kein Drehkreuz“, vom 17. Mai

Der Flughafen BER in Schönefeld wird kein Drehkreuz für den Luftverkehr. Warum auch. Die Lufthansa braucht es nicht und ob Air Berlin überhaupt noch auf den neuen Flughafen kommt ist ungewiss. Sicherlich hat die BER-Pleite auch einen Teil dazu beigetragen, dass es Air Berlin so schlecht geht. Die Wünsche von Aufsichtsrat Rainer Bretschneider erscheinen wie reine Heuchelei. Schlimmer empfinde ich aber die Entwicklung von Schönefeld. Wenn das Geld nicht reicht, sollen „qualitative Ansprüche“ gesenkt werden, so Bret­schneider. Als Beispiel soll der Flughafen Tegel gelten. Wer das Terminal C dort kennt, kann sich kaum vorstellen, dass so etwas am BER in Schönefeld entstehen soll. Das geplante Terminal neben dem Nordpier wäre nur zu Fuß zu erreichen. Der BER ist falsch geplant und schlecht gebaut. Aber das will niemand zugeben.

Mirko Kummerow, per E-Mail

Die Äußerungen des BER- Aufsichtsratchefs Bretschneider sind mehr als befremdlich. Nicht die Politik, sondern eine Fluggesellschaft entscheidet darüber, ob sie einen Flughafen als Drehkreuz nutzen möchte. Die Flughafengesellschaft kann nur die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sich eine Airline für einen bestimmten Flughafen entscheidet. Richtig ist , dass Berlin ein starker „Incoming-market“ ist, also viele Fluggäste die Hauptstadt als Anfangs- und Zielort haben. Für die Akquise weiterer Langstrecken sind auch Umsteiger nötig, welche die Überseeflüge füllen. Deshalb müssen sowohl für den Punkt- zu-Punkt- als auch für Umsteigeverkehr die Voraussetzungen geschaffen werden. Schafft großzügige Kapazitäten für alle Verkehre und die Fluggesellschaften kommen von alleine.

Marco Rosenwick, Wilhelmsruh

Dann bliebe nur noch eine Spur für den fließenden Verkehr

Zum Artikel: Parkplätze sollen Radweg weichen“, vom 16. Mai

Wieder stellen Radfahrer Forderungen, obwohl sie keinen Cent für die Verkehrsinfrastruktur leisten. Zudem halten sich diese Verkehrsteilnehmer kaum an Verkehrsregeln. Nun wird ein Radstreifen am Tempelhofer Damm verlangt. Dabei wird offensichtlich übersehen: Erst kürzlich sind auf Forderungen der Radfahrverbände – in der parallel zum Tempelhofer Damm verlaufenden Manteuffelstraße – als alternative Ausweichroute neue Radwege angelegt worden, ebenfalls zulasten des Autoverkehrs. Lieferfahrzeuge müssten am Tempelhofer Damm, wenn der Radweg kommt, auf einer Fahrspur zum Be- und Entladen halten. Dann bliebe nur noch eine Spur für den fließenden Verkehr. Wie soll das funktionieren, auf einer Bundes- und Hauptverkehrsstraße?

M. Stein, Lichtenrade

Von einer Nutzung „verbotener Weise“ zu reden ist absurd

Zum Artikel: „Neue Schläuche sorgen für Ärger bei der Feuerwehr“, vom 18. Mai

Den Schnellangriff in der tausendfach bewährten Ausführung als formstabilem Schlauch auf einer Haspel abzuschaffen, ist schon abenteuerlich. Seit Jahrzehnten – und nicht erst auf von 2008 bis 2012 beschafften Fahrzeugen – war diese Form auf Löschfahrzeugen der Berliner Feuerwehr installiert und wir sind sehr gut damit gefahren. Wann und wo es Sinn macht, den Schnellangriff einzusetzen, haben wir Feuerwehrleute in der Ausbildung unter dem Oberbegriff „Einsatztaktik“ gelernt. Von einer Nutzung „verbotener Weise“ zu reden ist absurd. Alles was hilft, effizient ist und schnell geht, kann im Einsatz nicht verboten sein. Jeder Einsatz ist anders, die Feuerwehr lebt auch von der Improvisation. Ich wünsche den aktiven Kollegen viel Glück, bei hoffentlich unbeeinträchtigter Gesundheit im Einsatzdienst.

Norbert Woytnik, per E-Mail

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