G-20-Gipfel

Trumps Bleibe während G-20 sorgt für Spekulationen

Der G-20-Gipfel findet Anfang Juli in Hamburg statt. Wo der amerikanische Präsident Donald Trump untergebracht wird, ist weiter unklar.

US-Präsident Donald Trump kommt zum G-20-Gipfel. Die Frage ist: Wo wird er wohnen?

US-Präsident Donald Trump kommt zum G-20-Gipfel. Die Frage ist: Wo wird er wohnen?

Foto: Michael Ares / dpa

Berlin.  Wo wird US-Präsident Donald Trump während des G-20 Gipfels, der am 7. und 8. Juli in Hamburg stattfindet, untergebracht? Diese Frage beschäftigt nicht nur die Hamburger Innenverwaltung. Denn in der Hansestadt vermuten manche, dass Trump im Berliner "InterContinental Hotel" untergebracht und lediglich zu den Gesprächen nach Hamburg geflogen werden könnte.

Im Gespräch mit der "Berliner Morgenpost" wollte das Innensenator Andreas Geisel (51, SPD) dies nicht bestätigen. Man habe bislang aus den USA keine definitive Entscheidung mitgeteilt bekommen, sagte er. Auch das "InterContinental" selbst weiß nichts von dem hohen Besuch und dementiert die Berichte. "Wir haben keine Buchung von Herrn Trump", sagte Sprecherin Christiane Reisberger unserer Redaktion.

Nicht alle Luxushotels haben einen Hubschrauberlandeplatz

Grundsätzlich gibt es in Berlin mehrere Herbergen, die Staatsgäste vom Range eines US-Präsidenten aufnehmen können: Neben dem "InterContinental" in der Nähe des Zoos kommen nach Einschätzung von Willy Weiland, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin, auch das "Adlon" am Brandenburger Tor", das "Ritz-Carlton" am Potsdamer Platz oder das "Waldorf Astoria" am Zoo in Frage.

Offen ist auch die Frage, wie Trump von Hamburg nach Berlin gebracht würde. Sollte man ihn per Hubschrauber einfliegen, kommt das "InterContinental" zum Beispiel nicht in Frage, denn es verfügt über keinen Hubschrauberlandeplatz.

US-Präsidenten reisen mit bis zu 700 Mitarbeitern an

Kenner des Berliner Marktes haben bislang noch nichts von einer Anfrage des Weißen Hauses gehört. Dabei wäre ein solcher Besuch mit großem Aufwand verbunden. Gut sechs Wochen Vorlauf sind nötig, um ein Hotel, beziehungsweise einige komplette Etagen, für Trump vorzubereiten. "Wenn ein US-Präsident kommt, sind 600 bis 700 Leute dabei", sagt Weiland, der als langjähriger Direktor des "InterConti" vier Präsidenten beherbergte.

Mindestens 200 Mitarbeiter würden eng beim Präsidenten wohnen. 50 bis 80 Sicherheitsleute würden sich schon zwei Wochen vorher im gewählten Hotel einquartieren, um alles vorzubereiten. Die Suiten des Präsidenten und seiner engsten Vertrauten würden außerdem mit einem eigenen Kommunikationsnetz verkabelt.

Fest steht: Aus Berlin wurden für den G-20 Gipfel 3000 Berliner Polizisten angefordert. Würde der US-Präsident in der Hauptstadt untergebracht, müsste mindestens die Hälfte der angeforderten Beamten in Berlin bleiben.

In Hamburg rechnet man unterdessen mit einem millionenschweren Umsatzverlust aufgrund der befürchteten Krawalle in der City während des Gipfels. (sabo/sdo)

Dieser Text ist zuerst auf www.morgenpost.de erschienen.

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