Politik

„Hut ab vor der Haltung der CDU, sich neu aufzustellen“

Zum Artikel: „CDU lässt die Mitglieder über Tegel entscheiden“ vom 5. Mai

„Nichts hindert mich, weiser zu werden!“ hatte einst Adenauer gesagt. Nur kluge Köpfe geben zu, sich auch mal geirrt zu haben. In der Tat: Wir alle haben uns vor 20 Jahren geirrt, als wir glaubten, künftig mit einem Flughafen auszukommen. Die Rahmenbedingungen haben sich aber grundsätzlich geändert. Insofern Hut ab vor der Haltung der CDU, sich nunmehr neu und anders zu positionieren. Dies verdient Respekt.

Paul Niendorf, Wittenau

Es erstaunt doch sehr, dass auch die CDU-Vorsitzende Monika Grütters offen für eine Offenhaltung des Flughafens Tegel und einen Mitgliederentscheid eintritt, wo jedem das vermutliche Ergebnis klar sein muss. Rund 30 Prozent Berliner müssen in vielen Bezirken unter totaler Verlärmung durch den Flugverkehr leiden, und der Rest findet es „bequemer“, einen Flughafen vor der Haustür zu haben. Gleiches gilt für den von der FDP angestrebten Volksentscheid. Kein Land der Welt baut einen Flughafen mitten in der Stadt. Tegel wurde während der Blockade Westberlins 1948 gebaut, zur Sicherung der Versorgung der Bevölkerung, wurde dann 1974 für den Passagierflug hergerichtet. Hier muss das Urteil der Fachleute gelten, was sonst passiert, sehen wir beim BER, zu dem Politiker die wesentlichen Entscheidungen getroffen haben.

Harry Grimm, per E-Mail

Walls City-Toiletten und das Pflegesystem sind alternativlos

Zum Artikel: „Angst vor dem Aus für Berlins City-Toiletten“ vom 22. April

Die Wall-City-Toiletten sind heute weltweit verbreitet und alternativlos, denn es gibt kein ähnlich gleichwertiges Produkt auf dem Markt. Das gilt auch für das von Wall entwickelte Wartungs- und Pflegesystem gegen Wall-Werbung auf öffentlichem Straßenland. Der damalige Senator für Verkehr und Betriebe, Edmund Wronski, hat 1984 das Unternehmen Wall aus Baden-Württemberg kommend an seinem ersten Standort in Berlin, in Spandau, in einem Festakt begrüßt. Hans Wall hat sich mit seinem Unternehmen „Stadtmöblierung und Außenwerbung“ als Glücksfall für Berlin erwiesen. Wer das verändern will, verändert Bewährtes, und das wird sich als unverantwortlich und kurzsichtig erweisen. Berlin hat in der Vergangenheit keine glückliche Hand gehabt, wenn es um Wartung und Pflege der öffentlichen Toiletten gegangen ist. Warum sollte es heute mit der Neugründung eines städtischen Unternehmens anders werden? Also keine Experimente.

Ulrich Brinsa, ehemaliger CDU-Abgeordneter, Reinickendorf

Politikerin erklärt Sorgen zur Bagatelle

Zum Artikel: „Das lange Warten auf die Bezahlung“ vom 27. April

Dieser Artikel zeigt uns mal wieder, wie sehr unsere Politiker jegliche Bodenhaftung verloren haben. Was würde Frau Dilek Kolat wohl sagen, wenn sie beispielsweise etwa sechs Monate auf ihre Bezüge warten müsste?! Aber diese Sorgen hat sie nicht, und mit diesem entspannten Hintergrund kann man ja die Sorgen der kleinen Unternehmer auch gern mal zur Bagatelle machen.

Monika Fritsch, per E-Mail

Die Mauer ist das kostenlose Denkmal der Einheit

Zum Artikel: „Linke gegen Einheitsdenkmal“ vom 21. April

Man muss kein Linker sein, um etwas gegen die scheußliche Einheitswippe vor dem aufgebauten Schloss zu haben. Mit der Wiedervereinigung Deutschlands haben Ost- wie Westdeutsche vor allem die sie solange trennende Mauer überwunden. Deshalb sollten wir den Rest der überwundenen Mauer als kostenloses Denkmal der Einheit bewahren.

Peter Knief, per E-Mail

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