Politik

„Ein zweites Fußballstadion sollte sich Berlin nicht leisten“

Zum Artikel: „Hertha schaltet auf Angriff“ vom 31. März

Das hört sich doch gut an, wenn es fußballerisch gemeint gewesen wäre. Ist es aber nicht. Ein neues Stadion ist eher eine Form von Selbstüberschätzung.

Zu meinen, weil man das Olympiastadion nicht voll bekommt, bräuchte man ein eigenes Fußballstadion, ist schon recht grenzwertig. Wenn Hertha weiterhin in der Spitzengruppe mithalten kann, wird auch wieder vor „vollem Haus“ gespielt werden können. Ein zweites Stadion kann und sollte sich Berlin nicht leisten.

Wolfgang Heller, per E-Mail

Hertha soll erst einmal siegen lernen, bevor man sich mit dem Bau eines neuen Stadions beschäftigt. Attraktiver Fußball würde auch das Olympiastadion füllen. Helene Fischer als einzelne Frau schafft das, warum schaffen das elf Herthaner nicht? Und das Olympiastadion soll leer stehen und langsam verfallen? Der Senat sollte dieses aberwitzige Vorhaben nicht fördern.

Violetta Maison, per E-Mail

Wieso dem zweifelhaften Verein auch noch ein Geschenk machen? Was hat Hertha für Berlin getan? Eher nichts. Der Denkmalschutz besteht doch sonst für alles Mögliche. Dann soll lieber alles abgerissen werden und für jeden Sitzplatz eine Wohnung auf dem Feld um das neue Stadion gebaut werden, das würde Berlin helfen.

Gustav Rauter, per E-Mail

Die Idee ist bestechend und sollte auch realisiert werden. Doch Hertha ist ein Berliner Verein und sollte deshalb auch in der Stadt bleiben. Der Olympiapark ist sehr gut dafür geeignet und verkehrlich gut angebunden. Den Grundstücksverkauf sollte der Senat nicht kleingeistig verhindern oder überteuern. Wenn man zur Kenntnis nehmen muss, wie die Stadt millionenfach die Opernhäuser subventioniert, sollte für die Hertha auch etwas guter Wille, speziell in finanzieller Hinsicht, vorhanden sein.

Nur eines bitte nicht. Die dargestellte Karton-Form des Stadions passt zwar gut zum Berlin Senat, eckig, kantig, ideenlos, doch sollte man hier endlich die Chance nutzen und etwas Neues, etwas Elegantes kreieren. Warum nicht einen Architektenwettbewerb starten?

Wenn dieses Stadion mit der Art eines Ikea-Verschnitts zur Ausführung kommt, dann hat Berlin wieder eine Blamage mehr – nach dem unvollendeten, stolpernden Albatros BER.

Thomas Hansen, Reinickendorf

Investor anerkennt noch nicht einmal den Mietspiegel

Zum Artikel: „Ein neuer Stadtteil für Potsdam“ vom 30. März

Ausgerechnet die Deutsche Wohnen soll das Kasernengelände in Krampnitz entwickeln, und Oberbürgermeister Jann Jakobs freut sich auch noch darüber. Dabei handelt es sich doch um einen in Berlin unrühmlich bekannten Investor, der noch nicht einmal den Mietspiegel anerkennt.

Edelgard Richter, Wilmersdorf

Die ausgestreckte Hand istBalsam für die Seele

Zum Artikel: „We ... You trotzdem“ vom 30. März

Es ist jeden Tag aufs Neue ein spannender Moment, wenn ich die Zeitung aus dem Briefkasten hole und auf die erste Seite gucke: We love you trotzdem. Besser konnte man eine so wohltuende Aussage grafisch mit dem britischen Herzen und dem „trotzdem“ nicht ausdrücken. Bei all den Spannungen und Problemen, die politisch, sozial, wirtschaftlich, klimamäßg in der Welt herumgeistern und jeden von uns auch erreichen, war es ein Labsal für die Seele, eine ausgestreckte Hand zum Vertragen zu spüren, ganz gleich, wie man die Entscheidung in England bewertet.

Evelyn Ulzen, per E-Mail

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