Staatsangehörigkeit

CDU will mit Regelung gegen Doppelpass Wahlkampf machen

Mit der Forderung, die Regelungen zur doppelten Staatsangehörigkeit einzuschränken, will die CDU in den Bundestagswahlkampf ziehen.

Mit der Forderung, die Regelungen zur doppelten Staatsangehörigkeit einzuschränken, will die CDU in den Bundestagswahlkampf ziehen.

Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Die CDU will laut einem Bericht weniger Bürger mit Doppelpass in Deutschland. Merkel trägt die Forderung nach neuen Regeln wohl mit.

Berlin.  Die CDU will laut einem Medienbericht die Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft einschränken. Mit dieser Forderung wollten die Christdemokraten in den Wahlkampf ziehen, berichtet „Der Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe.

Dem Bericht zufolge kommt das Netzwerk Integration der CDU in einem Papier zu dem Schluss, dass das Staatsangehörigkeitsrecht reformiert werden müsse. Demnach sei bei Einwandererkindern und -enkeln, die in Deutschland geboren und aufgewachsen seien, ein klares Signal für die Einstaatigkeit geboten.

„Wir müssen die Politik der Ausnahmeregeln weitgehend beenden“, sagt die Netzwerk-Vorsitzende, die CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf, dem „Spiegel“.

Merkel will die Forderung offenbar mittragen

In dem Papier werde der sogenannte Generationenschnitt vorgeschlagen: In Deutschland geborene Kinder von Einwanderern würden die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten. Deren Kinder allerdings nicht mehr: Wer seinen Lebensmittelpunkt in Deutschland habe, solle auch nur noch den deutschen Pass bekommen.

Nach Informationen des „Spiegel“ ist Bundeskanzlerin Angela Merkel bereit, eine entsprechende Regelung mitzutragen. Als der CDU-Parteitag im Dezember eine Abkehr von der Regelung zur doppelten Staatsbürgerschaft beschlossen hatte, wollte Merkel die Linie der Partei noch nicht mittragen. (moi)

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