Protest

Hakenkreuze: Anti-Trump-Plakat sorgt in den USA für Ärger

Dollar-Zeichen im Stil eines Hakenkreuzes und Atompilze: Eine US-Künstlerin hat ein Anti-Trump-Banner gestaltet. Nun wird sie bedroht.

Die Kritik an Donald Trump reißt nicht ab. Eine US-Künstlerin geht nun mit Kunst gegen den Präsidenten vor.

Die Kritik an Donald Trump reißt nicht ab. Eine US-Künstlerin geht nun mit Kunst gegen den Präsidenten vor.

Foto: JIM_BOURG / REUTERS

Phoenix.  Es sieht aus wie das Banner zu einem Endzeit-Film: Donald Trump umgeben von Atompilzen und Dollar-Zeichen im Stil eines Hakenkreuzes. Doch es geht nicht um einen neuen Hollywood-Film. Das Billboard ist ein Statement gegen den US-Präsidenten – und sorgt nun für mächtig Ärger.

Seit Freitag ist die Plakatwand in der amerikanischen Stadt Phoenix im Bundesstaat Arizona zu sehen. Die Künstlerin Karen Fiorito gestaltete das Billboard für eine Kunstgalerie als Kommentar zur Trump-Politik. Auf der Rückseite sind fünf Hände, die das Wort "Unity" (Einheit) formen.

Künstlerin bekommt Morddrohungen

"Plakatwände sind super, denn man braucht nicht in eine Ausstellung gehen, um sie zu sehen", erklärte Fiorito dem Sender USA Today ihre Aktion. So erreiche sie Menschen, die sie nie mit einem normalen Kunstwerk erreicht hätte.

Und tatsächlich sorgt das Trump-Plakat für viel Aufsehen – vor allem bei Unterstützern des US-Präsidenten, die Karen Fiorito für ihr Werk attackieren. "Ich werde Kommunistin genannt, Teufelsanbeterin. Ich sei eine sehr kranke Person", spricht die Künstlerin mit dem US-Sender über die Reaktionen. Sogar Morddrohungen habe sie inzwischen erhalten.

Plakat mit George W. Bush

Fiorita ist für ihre politische Kunst bekannt. 2004 hatte sie ein Banner mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush und anderen wichtigen Politikern gestaltet. Darauf war zu lesen: "An Amerika, wir haben nur zu deinem Besten gelogen. Nun vertraue uns."

Für Karen Fiorita sind solche Kunstaktionen eine Form des Protests. "Ich denke, dass ich für andere Menschen spreche, die dazu nicht in der Lage sind oder sich nicht trauen." Das Banner soll so lange hängen bleiben, wie Donald Trump Präsident ist. (jha)

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