Politik

„Wer nicht richtig schreiben kann, hat das Nachsehen“

Zum Artikel: „Lan­des­po­li­zei­schule jetzt Akademie“ vom 9. März

Der Plan, die Ausbildung im mittleren Polizeidienst praxisnäher zu gestalten, ist richtig. So sehen die Dienstanfänger eher die guten und die schlechten Seiten des Berufes und können Rückschlüsse ziehen. Außerdem haben beide Seiten so die Gelegenheit zur Prüfung, ob es passt oder nicht. Der Beruf bringt es aber auch mit sich, dass Berichte und Anzeigen geschrieben werden müssen, die an andere Dienststellen, Behörden oder Gerichte gehen. Wer nicht richtig schreiben kann und sich in Wort und Schrift falsch ausdrückt, kann unter Umständen das Nachsehen haben. Gleichzeitig gerät das Bild der Polizei beim Empfänger mangelhafter Berichte womöglich in eine Schieflage. Dies gilt es zu verhindern. Früher kamen Bewerber nur durch die Aufnahmeprüfung, wenn sie im Diktat maximal acht Fehler hatten. Dies zeigt, welchen Stellenwert man dem Deutschen seinerzeit einräumte. Ohne einen intensiven Deutschunterricht während der gesamten Ausbildungsphase, ist sicher bald „der Genitiv dem Dativ sein Tot.“ Dann hilft auch keine Rechtschreibprüfung mehr.

Andreas Polley, Lichtenrade

Ich freue mich schon jetzt auf die 1,65 Meter großen und Deutsch radebrechenden Gesetzeshüter des mittleren Vollzugsdienstes, die mit erweitertem Hauptschulabschluss auf die Bevölkerung losgelassen werden. Ausgerechnet die SPD und die Grünen, die den personellen Supergau von Polizei und Feuerwehr fabriziert haben, positionieren sich jetzt und erfinden das Rad neu. Gewollt ist eine hippe Multikultipolizei, quantitativ aufgeblasen, jedoch qualitativ am alleruntersten Bildungsrand. Eine zeitgemäße und angepasste Besoldung wäre ein viel besseres Mittel, um junge und leistungsstarke Menschen in diesen wundervollen Beruf zu bringen.

Klaus Peter Wollschläger, per E-Mail

Heißt die Landespolizeischule als Ausbildungseinrichtung für den polizeilichen Nachwuchs des Landes Berlin jetzt nur dem anspruchsvollen Namen nach Akademie, oder soll sie damit auch dem Anspruch einer akademisch wissenschaftlichen Bildungseinrichtung gerecht werden? Dass man die Ausbildung nach Auswertung langjähriger Einsatzerfahrungen anpassen wird, ist und bleibt ständige Führungsaufgabe, die allerdings nicht ausschließlich der politischen Verantwortung überlassen bleiben darf. Allein schon die Ausbildung „kräftig umkrempeln“ zu wollen, wie es offenbar in dem Leitgedanken heißt und politisch gewollt wird, kann wohl kaum die richtige Schlussfolgerung sein. Es ist seltsam genug, das Fach Deutsch heute noch schwerpunktmäßig in die Ausbildung einbinden zu müssen. Das würde bedeuten, dass in einer Akademie das Fach Deutsch als Lerninhalt zur Verbesserung der deutschen Sprache noch erforderlich ist.

Harry Döring, per E-Mail

Umzug der Markthalle ist eine gute Zwischenlösung

Zum Artikel: „Markthalle in Tegel wiedereröffnet“ vom 10. März

Kompliment für diese Zwischenlösung der Markthalle. Wie Phoenix aus der Asche hat sie, hell und freundlich, die Seiten gewechselt. Sitzmöglichkeiten noch und noch, so dass man auch mal eine Pause machen kann. Sie soll erstmal für zwei Jahre im Erdgeschoss von Karstadt residieren, danach wieder umziehen. Immerhin hat diesmal Volkes Wille gesiegt. Wenn es nach den ursprünglichen Plänen gegangen wäre, hätte man die Markthalle vielleicht ad acta gelegt. Jetzt noch einen Bäcker, Blumenladen und noch ein Café. Vielleicht noch was für die Kleinen und der provisorische Laden ist komplett. 2019 soll diese Großinvestition, immerhin 200 Millionen, ja fertig sein.

Thomas Hansen, Reinickendorf

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