Wahlen in den Niederlanden

Wer ist Geert Wilders? Ein Kurzporträt

Geht es um die Parlamentswahl in den Niederlanden, geht es hauptsächlich um die Angst vor einem Wahlerfolg von Geert Wilders. Wir stellen den Rechtspopulisten vor.

Darum ist die Wahl in den Niederlanden auch für uns spannend

Geert Wilders lag in den Umfragen lange vorn, jetzt wurde der Rechtspopulist eingeholt. Wie groß seine Chancen stehen und was die Wahl in den Niederlanden für Deutschland bedeutet, erklärt Politik-Redakteur Walter Bau in diesem Video.

Darum ist die Wahl in den Niederlanden auch für uns spannend

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Geert Wilders ist in jeglicher Hinsicht eine Ausnahmeerscheinung. Der Rechtspopulist mit fremdenfeindlichem Programm hat selbst einen Migrationshintergrund: Seine Mutter stammt aus Indonesien. Weit ausgefallener ist jedoch die Art und Weise, wie sich Wilders mit provozierenden Aussagen und einer ungewöhnlichen Frisur in der Öffentlichkeit präsentiert.

Seit gut 14 Jahren beherrscht Wilders nun bereits die politische Bühne der Niederlande. Ein Verbot des Korans, Austritt aus der EU, Grenzen schließen gerade für Muslime - das sind einige der Forderungen, mit denen seine Partei für die Freiheit (PVV) bei der Parlamentswahl für Zündstoff sorgt.

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Der 53-jährige hochgewachsene Politiker mit der platinblond gefärbten Haartolle stammt aus der Karnevalshochburg Venlo. Seit über 12 Jahren wird er wegen islamistischer Morddrohungen rund um die Uhr von Leibwächtern bewacht. Er misstraut etablierten Medien und kommuniziert am liebsten über Twitter.Der gelernte Versicherungskaufmann ist einer der dienstältesten Abgeordneten der Niederlande. Er zog bereits 1998 für die rechtsliberale VVD ins Parlament ein. Nach dem Bruch mit der VVD gründete er 2006 die PVV.

Diese hatte 2010 ihren bisher größten Erfolg und wurde drittstärkste Kraft mit 24 Mandaten. Bis 2012 hielt Wilders sogar die Minderheitsregierung der VVD und der Christdemokraten im Sattel.Wilders wertet den Islam als „terroristische Ideologie“. Er begründet seine Abneigung mit eigenen Erfahrungen in arabischen Ländern und seiner großen Liebe zu Israel. Im Dezember sprach ein Gericht ihn der Diskriminierung von Marokkanern schuldig, verhängte jedoch keine Strafe.

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