Rechtsextreme

„Identitäre Bewegung“ stürmt Dresdner Bus-Denkmal

Anhänger der „Identitären Bewegung“ haben in Dresden ein Banner am Bus-„Monument“ aufgehängt. Die Polizei prüft jetzt Ermittlungen.

Mitarbeiter der Zentrale Technische Dienste Dresden entfernen einen Banner der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ von der Skulptur.

Mitarbeiter der Zentrale Technische Dienste Dresden entfernen einen Banner der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ von der Skulptur.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Dresden.  Die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte „Identitäre Bewegung“ hat mit einer Aktion in Dresden für Empörung gesorgt: Am Montagmorgen hängten die Aktivisten ein Banner am Kunstwerk „Monument“ auf, den drei vor der Frauenkirche hochkant aufgestellten Bussen. Darauf der Satz: „Eure Politik ist Schrott“.

Die „Dresdner Neueste Nachrichten“ berichten von mehreren in Warnwesten gekleideten Personen, die das Banner am frühen Morgen mit einer Arbeitsbühne anbrachten. Noch am Vormittag entfernten Mitarbeiter des Zentralen Technischen Dienstes der Stadt das Transparent wieder.

Aktion sei „armselig“ und „kindisch“

Christiane Mennicke-Schwarz, Leiterin des „Monument“-Kunstwerks, das an Krieg und Zerstörung in Syrien erinnern soll, bezeichnete die Aktion als „armselig“ und „kindisch“. „Ich finde es beschämend, dass es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind, sich eine eigene Plattformen zu schaffen, und stattdessen ein Kunstwerk für ihre Botschaften instrumentalisieren“, kritisierte sie. Die Polizei prüft nach eigenen Angaben strafrechtliche Ermittlungen. Auch das Kunsthaus erwägt juristische Schritte.

Um das „Monument“, das im Vorfeld des 13. Februars – dem Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg – aufgestellt wurde, tobt eine heftige Kontroverse in der Stadt. Schon bei der Einweihung war es zu Tumulten und Störungen durch Demonstranten aus dem Umfeld der Pegida gekommen. Bei den Kundgebungen des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses laufen auch immer wieder Aktivisten der „Identitären Bewegung“ mit. (les/dpa)