Attentat

Riesenspende von US-Band für Opfer vom Berliner Anschlag

| Lesedauer: 2 Minuten
Martin Niewendick
Die Mitglieder der Band OneRepublic waren kurz vor dem Anschlag selbst auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Die Mitglieder der Band OneRepublic waren kurz vor dem Anschlag selbst auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz.

Foto: MARK BLINCH / REUTERS

Aus der ganzen Welt gehen Geldspenden für die Opfer des Anschlags am Breitscheidplatz ein. Die bislang wohl größte kam aus den USA.

Berlin.  Die weltweite Spendenbereitschaft für die Opfer des Terror-Anschlags in Berlin ist unerwartet hoch ausgefallen. Der Opferhilfe-Verein „Weisser Ring“ verzeichnet Spendeneinnahmen von beispielsweise 100, 200 und 500 und sogar 1.000 Euro. Auch aus Hong Kong ging eine Überweisung ein.

Ganz besonders freut sich der Verein über die Großspende der US-Rockband „OneRepublic“. Die Band aus Colorado überwies 100.000 US-Dollar aus ihrer Stiftung „OneRepublic Good Life Foundation“. Eigenen Angaben zufolge waren die Musiker kurz vor der LKW-Todesfahrt am 19. Dezember selbst privat auf dem Breitscheidplatz.

Zeichen der Solidarität

Die hohe Spendenbereitschaft der Menschen sei ein „eindrucksvolles Zeichen der Solidarität und des Mitfühlens“, erklärte Sabine Hartwig, Vorsitzende des Berliner Landesverbandes des „Weissen Rings“. Der Verein betreut Opfer, Angehörige und Augenzeugen des Anschlags.

Für Betroffene sei es wichtig, in den ersten Tagen und Wochen nach der Tat Hilfe von in der Trauma-Therapie erfahrenen Psychologen zu erhalten, sagt Bianca Biwer, Bundesgeschäftsführerin des Vereins, in einer Stellungnahme. Eine solche schnelle Unterstützung ermögliche es, Langzeitfolgen bestmöglich zu reduzieren.

Opfer des Anschlags haben keinen Anspruch auf Entschädigung

Für die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz, die aufgrund einer Gesetzeslücke keinen Anspruch auf Entschädigung haben, ist auch ein Spendenkonto beim Deutschen Roten Kreuz eingerichtet worden. Das teilten die Arbeitsgemeinschaft City und der Schaustellerverband Berlin als Veranstalter des Marktes sowie der Landesverband des Roten Kreuzes bereits vergangenen Freitag mit.

Man habe sich dazu entschieden, weil die Bereitschaft groß sei, für die Opfer und ihre Angehörigen Geld zu spenden.

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• Wer die Aktion von DRK, AG City und dem Schaustellerverband unterstützen möchte:

Die Daten des Kontos:

DRK LV Berliner Rotes Kreuz

Konto-Nr.: IBAN DE68 1002 0500 0003 2490 15

Verwendungszweck: Anschlag Breitscheidplatz

Trauer um die Opfer der Todesfahrt
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• Dieser Text ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.

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