Berlin

Deutschland hilft in Aleppo mit 15 Millionen Euro

Berlin. Nach dem Einmarsch syrischer Regierungstruppen in die Großstadt Aleppo legt Deutschland ein Hilfsprogramm von 15 Millionen Euro für die vom Bürgerkrieg zerstörte Metropole auf. „Nachdem die internationale Staatengemeinschaft dem Morden und Bombardieren so hilflos zugeschaut hat, muss es jetzt einen humanitären Großeinsatz für die Menschen aus Aleppo geben“, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Müllers Programm sichert dem Bericht zufolge 30 Monate lang die Arbeit von rund 1000 syrischen Ärzten, Krankenpflegern und Traumapsychologen. Außerdem sollen rund 200 Helfer in Trauma-Bewältigung weitergebildet werden. Laut den Vereinten Nationen sind in Syrien derzeit 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe, davon vor allem medizinische, angewiesen. Bis kurz vor Weihnachten waren aus der umkämpften Stadt und einstigen Rebellenhochburg Ost-Aleppo Rebellen und Zivilisten evakuiert worden.

Für neue Friedensgespräche steht Kasachstan als neutraler Gastgeber zur Verfügung. Geplant sind Gespräche zwischen der syrischen Regierung und Opposition, wie Staatschef Nursultan Nasarbajew sagte. Moskau hatte vergangene Woche mit Teheran und Ankara den Staat in Zentralasien als Treffpunkt für Syrien-Gespräche vorgeschlagen.