Berlin-Anschlag

Festgenommener Pakistaner: „Ich wollte die U-Bahn erwischen“

Er geriet nach dem Anschlag von Berlin ins Visier der Fahnder. Für seine Eile an dem Abend hat der Mann eine plausible Erklärung.

Nach dem Lkw-Attentat von Berlin war zunächst ein Pakistaner unter Verdacht geraten.

Nach dem Lkw-Attentat von Berlin war zunächst ein Pakistaner unter Verdacht geraten.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin.  Der nach dem Anschlag in Berlin festgenommene Pakistaner ist der Polizei aufgefallen, weil er schnell über eine Straße gerannt ist. „Ich war in der Nähe eines Parks und wollte meine U-Bahn erwischen, um nach Hause zu fahren“,sagte Navid B. der „Welt am Sonntag“.

Er habe zurück in seine Unterkunft am Flughafen Tempelhof gewollt, um schlafen zu gehen. „Dabei musste ich eine Straße überqueren und rannte, weil mir Autos entgegenkamen.“ Polizisten hätten ihn daraufhin angehalten.

Mutmaßlicher Berlin-Attentäter erschossen

„Sie fragten mich, warum ich renne, und ich sagte ihnen, es war wegen der Autos. Dann kam meine U-Bahn, aber sie haben mich weiter festgehalten.“ Er habe abgestritten, etwas mit dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz zu tun zu haben. Er sei aber bis Dienstag in Gewahrsam gehalten worden.

„Danach schickten sie mich in ein Hotel. Anschließend wurde ich in eine andere Flüchtlingsunterkunft gebracht, aber ich weiß nicht, wo sie sich befindet“, sagte der Asylbewerber, der nach eigener Aussage vor einem Jahr nach Deutschland gekommen war. (dpa)