Politik

„Wir werden uns gegen Terror und Hass wehren – zusammen“

| Lesedauer: 3 Minuten

Zum Artikel: „Sehnsucht nach einfachen Antworten“ vom 21. Dezember

Fassungslosigkeit und Sprachlosigkeit bestimmten die letzten Stunden. Wer in Berlin hätte gedacht, dass wir uns mal in einer Reihe befinden mit New York, London, Paris oder Nizza ? Auch wenn der Breitscheidplatz für mich entweiht wurde, wo so viele schöne Erinnerungen mit ihm zusammenhängen, so steht andererseits die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche felsenfest in der Mitte des Platzes. Sie wird zukünftig vor allem derer gedenken, die unschuldig an ihr sterben mussten. Wir werden unsere Fassungs- und Sprachlosigkeit überwinden und uns gegen Terror und Hass wehren – zusammen, egal welcher Religion und welcher Nationalität zugehörig.

Rainer Szymanski, per E-Mail

Nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz bin ich tief verletzt, entsetzt, erschüttert – meine Seele möchte weinen und schreien. Meine diesjährige Weihnachtskarte sollte fröhlich und freudig sein, aber so gestaltet konnte ich sie jetzt nicht mehr verschicken. Dann habe ich die Erklärung unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört und sie mir wirklich zu Herzen genommen: „Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt. Auch, wenn es in diesen Stunden schwerfällt: Wir werden die Kraft finden für das Leben, wie wir es in Deutschland leben wollen – frei, miteinander und offen.“ Also habe ich das Wort „fröhlich“ auf der Weihnachtskarte mit „besinnlich“ getauscht und einen Trauerflor eingesetzt.

Helen Pohl, per E-Mail

Mehr Videoüberwachung

Zum Artikel: „Täter auf der Flucht“
vom 21. Dezember

Leider muss nun die Nadel im Heuhaufen gesucht werden, und Kommissar „Zufall“ ist gefragt. Hoffentlich werden jetzt endlich einmal die eifrigen Datenschützer bekehrt und geben ihre verbissene Gegenwehr gegen wesentlich mehr Videoüberwachung auf. Wäre diese

an der Gedächtniskirche installiert gewesen, dann hätte es die Polizei sicherlich einfacher, einen möglichen Täter zu identifizieren. In Großbritannien jedenfalls hat man schon seit langem begriffen, dass der Schutz von Menschenleben vor dem Schutz von Daten kommt.

Wolfgang Fiebach, per E-Mail

Der schreckliche Anschlag vom Breitscheidplatz hat uns alle tief betroffen gemacht. Der Regierende Bürgermeister sprach in der Pressekonferenz von der wehrhaften Demokratie. Woran macht er unsere „wehrhafte“ Demokratie fest? Ich bin seit 30 Jahren Polizeibeamter in dieser Stadt. In dieser Zeit wurde die Polizei, nicht zuletzt durch SPD-geführte Regierungen, kaputtgespart. Der neue Innensenator bat in derselben Pressekonferenz die Berliner, der Polizei privates Videomaterial zur Verfügung zu stellen. Warum? Unter dem SPD-geführten Senat wurde die Videoüberwachung kriminalitätsbelasteter Orte verneint und als nicht notwendig erachtet. Welche Ängste schüren die verantwortlichen Politiker, wenn der Rechtsstaat seine Werte verteidigt? In Zeiten terroristischer Bedrohungen, und der feige Anschlag von Montag macht dies mehr als deutlich, bedarf es aller nötigen Mittel einer wehrhaften Demokratie. Herr Bürgermeister, stellen Sie uns diese Mittel zur Verfügung! Auch wenn ein solcher Anschlag nicht zu verhindern ist, können die Strafverfolgungsbehörden durch Videoaufzeichnungen erheblich zur Aufklärung beitragen.

Michael M., per E-Mail

Gelungenes Titelbild

Zum Artikel: „Fürchtet euch nicht!“
vom 21. Dezember

Danke für dieses Titelbild, das so viel mehr sagt als Textbeiträge und sich so wohltuend absetzt von anderen!

Kirsten Göbel, per E-Mail

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