Gegendemo

Kundgebungen nach Anschlag: Rote Herzen gegen rechte Parolen

Etwa 800 Menschen haben am Mittwoch in Berlin für Solidarität und Toleranz demonstriert. Dem Aufruf der AfD folgten deutlich weniger.

Teilnehmer einer Protestkundgebung gegen den Aufmarsch von NPD-Berlin und „Berlin wehrt sich!“ halten auf dem Hardenbergplatz in Berlin Zettel mit Herzen.

Teilnehmer einer Protestkundgebung gegen den Aufmarsch von NPD-Berlin und „Berlin wehrt sich!“ halten auf dem Hardenbergplatz in Berlin Zettel mit Herzen.

Foto: Michael Kappeler / dpa

Berlin.  Mit roten Herzen und Plakaten mit der Aufschrift „Keine Nazis, nirgends. Keine Islamisten, nirgends“ haben am Mittwochabend etwa 800 Menschen nahe dem Bahnhof Zoo gegen einen Aufzug der Berliner NPD protestiert. Die Partei hatte zuvor in der Nähe des Breitscheidplatzes zu einer Demonstration unter dem Motto „Grenzen dicht machen“ aufgerufen, zu der nach Polizeiangaben rund 130 Menschen kamen.

Proteste nach Anschlag in Berlin

„Wir lassen nicht zu, dass geistige Brandstifter den entsetzlichen Anschlag für ihre Hetze und ihren Hass instrumentalisieren“, sagte der grüne Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu, der zur Gegenkundgebung aufgerufen hatte. Teilnehmer hatten dafür auch Transparente mit der Aufschrift „Solidarität, Toleranz, Liebe“ gemalt.

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Kundgebungen liefen zunächst friedlich

Im Regierungsviertel folgten nach Angaben der Polizei rund 200 Menschen am Abend einem Aufruf für „Mehr Sicherheit für Deutschland“, zu dem unter anderem AfD-Mitglieder eingeladen hatten. Bei allen Kundgebungen sei es zunächst friedlich geblieben. (dpa)