Terror

Bundespräsident Gauck besucht verletzte Anschlagsopfer

Nach dem Terroranschlag in Berlin hat Bundespräsident Joachim Gauck Verletzte besucht. Die Tat sei ein Angriff auf unsere Lebensweise.

Bundespräsident Joachim Gauck nach seinem Besuch im Berliner Virchow-Klinikum. Er wolle den „Beistand der ganzen Nation“ zum Ausdruck bringen.

Bundespräsident Joachim Gauck nach seinem Besuch im Berliner Virchow-Klinikum. Er wolle den „Beistand der ganzen Nation“ zum Ausdruck bringen.

Foto: CHRISTIAN MANG / REUTERS

Berlin.  Bundespräsident Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt haben am Mittwochvormittag Opfer des Terroranschlags von Berlin besucht. Sein Krankenbesuch bei mehreren teilweise schwer verletzten Patienten im Berliner Virchow-Klinikum sollte den „Beistand der ganzen Nation“ zum Ausdruck bringen, sagte Gauck.

Zudem sei sein Besuch ein Symbol dafür, dass Millionen von Menschen in ganz Deutschland Anteil nähmen am Schicksal der Opfer und auf ihre Genesung warteten und hofften. Gerade kurz vor Weihnachten bewege das Schicksal der Anschlagsopfer besonders, erklärte Gauck.

„Anschlag auf unsere Art zu leben“

„Der Anschlag auf unschuldige Menschen gilt als ein Anschlag auf unsere Art zu Leben.“ Das Staatsoberhaupt forderte die Bundesbürger auf, die Gewaltattacke mit „Hilfsbereitschaft, menschlicher Nähe, Fürsorge und Dasein für Andere“ zu beantworten.

Zudem dankte der Bundespräsident allen medizinischen Kräften, die „um das Leben der Verletzten ringen“. Gauck betonte, dass das Virchow-Klinikum zu einem der führenden „Standorte der Spitzenmedizin“ zähle und auf Notfälle dieser Art besonders vorbereitet sei. Das Fachpersonal habe seit Montagabend eine hohe Professionalität und Einsatzbereitschaft gezeigt.

14 Verletzte ringen noch mit dem Tod

Am Montagabend war ein Sattelschlepper auf den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gerast. Zwölf Menschen starben, 48 wurden zum Teil schwer verletzt. Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) rangen am Dienstagabend noch 14 Verletzte mit dem Tod. (epd)