Abuja

Von der Leyen muss wegen Panne in Nigeria übernachten

Abuja.  Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist am Sonntag wegen einer Flugzeugpanne auf ihrem Weg ins westafrikanische Mali in Nigeria gestrandet. Nach einem vierstündigen Zwischenstopp in der nigerianischen Hauptstadt Abuja konnte ihr VIP-Airbus A340 aufgrund eines Computerproblems nicht weiterfliegen. Für die Delegation wurden kurzfristig 42 Zimmer in einem Hotel in Abuja gebucht. Am Montag ging es dann weiter nach Mali – mit einer Chartermaschine nach Gao, die ohnehin für den Transport innerhalb Malis angemietet worden wäre.

In der Vergangenheit hat es während Reisen von Regierungsmitgliedern immer wieder Pannen an den VIP-Flugzeugen der Bundeswehr gegeben. So saß Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) im März 2014 zeitweise in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba fest. In seinem Regierungsairbus war bei starker Rauchentwicklung ein Computer ausgefallen. Wegen eines Risses in der Cockpitscheibe hing Steinmeier auch im Mai 2016 mit einem Regierungsflieger fest: diesmal in Litauens Hauptstadt Vilnius. Eine Ersatzmaschine holte ihn ab. Die Wartezeit überbrückte der Politiker in einem Biergarten.

Bundespräsident Christian Wulff musste im Mai 2011 seine Abreise aus Brasilien verschieben – wegen eines defekten Kühlaggregats. Er flog per Linie nach Berlin zurück, um Südkoreas Präsidenten Lee Myung Bak im Schloss Bellevue zu empfangen. Im März 2009 musste Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen Überhitzung eines Triebwerks auf dem Flug von Berlin nach Brüssel eine Zwischenlandung in Hannover einlegen. Im Jahr zuvor saß Merkel an ihrem Geburtstag wegen einer technischen Panne in Algerien fest.

( dpa )

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