Bürgerkrieg

Mindestens 30 Soldaten bei Anschlag im Jemen getötet

Der Jemen kommt nicht zur Ruhe. Erneut wurde das seit zwei Jahren im Krieg steckende Land von einem Selbstmordanschlag erschüttert.

Im Jemen tobt seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern der Regierung und schiitischen Huthi-Rebellen.

Im Jemen tobt seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern der Regierung und schiitischen Huthi-Rebellen.

Foto: ANEES MAHYOUB / REUTERS

Sanaa.  Bei einem schweren Selbstmordanschlag in der jemenitischen Hafenstadt Aden ist die Zahl der Todesopfer auf 49 gestiegen. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete medizinisches Personal eines Krankenhauses am Sonntag.

Bei einem Selbstmordanschlag sprengte sich ein Attentäter in der Nähe einer Militärbasis in die Luft, wo sich die Soldaten versammelt hatten, um ihr Gehalt abzuholen, wie der Fernsehsender Al-Arabija am Sonntag berichtete. Er bezog sich auf einen Militärsprecher. Dutzende Soldaten sollen dem Bericht zufolge verletzt worden sein.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Die Dschihadisten übernahmen über ihr Sprachrohr Amak die Verantwortung für die Tat.

Erst am vergangenen Wochenende hatte ein Selbstmordattentäter in Aden Dutzende Soldaten mit in den Tod gerissen. Das Auswärtige Amt sprach von fast 50 Toten und zahlreichen Verletzten. Laut AA bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat.

Jemen seit zwei Jahren im Bürgerkrieg

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen zündete der Attentäter auch dort vor einem Militärlager der Armee einen Sprengstoffgürtel inmitten der Soldaten, die auf die Auszahlung ihres Solds warteten.

Im Jemen tobt seit rund zwei Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Anhängern der Regierung und schiitischen Huthi-Rebellen. Das Chaos in dem bitterarmen Land machen sich Extremisten zunutze. Das Terrornetzwerk Al-Kaida und der IS haben sich in der Vergangenheit mehrfach zu Anschlägen im Jemen bekannt. (dpa)