Cyber-Attacken

NBC: Putin in Hacker-Angriffe im US-Wahlkampf verstrickt

War Russlands Präsident Wladimir Putin persönlich an Hacker-Angriffen auf den US-Wahlkampf beteiligt? Das berichtet der TV-Sender NBC.

Der russische Präsident Wladimir Putin gab laut NBC persönlich Anweisungen, was mit gehackten E-Mails der US-Demokraten zu geschehen sei.

Der russische Präsident Wladimir Putin gab laut NBC persönlich Anweisungen, was mit gehackten E-Mails der US-Demokraten zu geschehen sei.

Foto: SPUTNIK / REUTERS

Berlin.  US-Geheimdienste haben offenbar Hinweise darauf, dass der russische Präsident Wladimir Putin persönlich in Hacker-Angriffe während des US-Präsidentschaftswahlkampfes verstrickt ist. Das berichtet der Nachrichten-Sender NBC am Donnerstag unter Berufung auf zwei hochrangige Geheimdienstmitarbeiter.

Demnach soll Putin Anweisungen zur Verwendung von Emails gegeben haben, die russische Hacker vom Server der US-Demokraten gestohlen haben sollen. Zunächst sei es Putin um Rache an Hillary Clinton gegangen, weil diese 2011 die Rechtmäßigkeit der russischen Präsidentschaftswahlen angezweifelt hatte.

Einen Keil zwischen die USA und ihre Verbündeten treiben

In der Folge wollte Putin laut NBC das politische System der USA als korrupt darstellen und einen Keil zwischen die USA und ihre engsten Verbündeten treiben. Es habe der Eindruck entstehen sollen, dass sich andere Länder nicht mehr auf die USA verlassen könnten. Schließlich sei es darum gegangen, Donald Trump ins Weiße Haus zu bringen.

Laut NBC folgen nicht alle US-Geheimdienste dieser Darstellung. Als unumstritten gelte aber, dass die russischen Hackerangriffe der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton schaden sollten. Wie die „New York Times“ kürzlich berichtete, sollen russische Hacker sowohl in republikanische als auch in demokratische Server eingedrungen sein. An die Öffentlichkeit gelangten aber nur kompromittierende Emails der Demokraten. (küp)