Syrien-Konflikt

Russische Luftangriffe vertreiben IS wieder aus Palmyra

Kämpfer des IS hatten am Samstag die antike Stadt Palmyra gestürmt. Nun wurden sie von russischen Luftangriffen wieder vertrieben.

Im Frühjahr hatte die syrische Armee die antike Stadt Palmyra nach langer IS-Besatzung befreien können. Nun mussten die Islamisten erneut aus der Stadt vertrieben werden.

Im Frühjahr hatte die syrische Armee die antike Stadt Palmyra nach langer IS-Besatzung befreien können. Nun mussten die Islamisten erneut aus der Stadt vertrieben werden.

Foto: © Omar Sanadiki / Reuters / REUTERS

Palmyra.  Heftige russische Luftangriffe auf die Terrormiliz IS im syrischen Palmyra haben die Dschihadisten wieder aus der historischen Oasenstadt vertrieben. Die IS-Kämpfer hätten sich an den Stadtrand des zentralsyrischen Wüstenortes zurückgezogen und kämpften nun in Plantagen am Rande des Ortes, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag.

Bei 64 Luftangriffen wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums mehr als 300 Aufständische getötet. Am Samstag hatte die Terrormiliz Teile der kulturell bedeutenden Stadt nach Monaten wieder eingenommen.

Im März hatten syrische Regierungstruppen Palmyra mit russischer Luftunterstützung nach fast einjähriger Kontrolle vom IS zurückerobert. Die Dschihadisten hatten während ihrer Herrschaft über die Stadt zahlreiche einzigartige historische Kulturgüter aus den ersten Jahrhunderten nach Christus zerstört. Die Ruinen der früheren Handelsmetropole gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. (dpa/rtr)