Politik

„Mit zweierlei Maß zu messen, ist das Problem“

| Lesedauer: 3 Minuten
Katrin Lange

Zum Artikel: „Merkel setzt sich über CDU-Beschluss zu Doppelpass hinweg“ vom 7. Dezember

Das Staatsbürgerschaftsrecht ist sicherlich verwirrend, ungerecht und unlogisch. Es ist nicht zu verstehen, warum Kinder, deren Familie in dritter oder vierter Generation in Deutschland leben ein Recht auf einen Doppelpass haben und viele Eingebürgerte, die ihre gesamte Kindheit und Jugendzeit in ihrem Herkunftsland verbracht haben, den Pass ihres Geburtslandes abgeben müssen. Noch dazu die Sonderregelungen innerhalb der EU und mit vielen anderen Staaten. Der Pass sei kein „Ramschprodukt“, sagt da die CSU. Ich frage mich nur, warum sie das bei der jahrzehntelangen Einbürgerung von sogenannten Spätaussiedlern anders gesehen hat? Vielleicht weil deren stramm rechtskonservativen und fundamental christlich-orthodoxen Werte für sichere Wählerstimmen bei der Union gesorgt haben. Dieses Mit-zweierlei-Maß-Messen, ist das Problem und führt genau dazu, dass sich Kinder der vierten Generation von Ex-Gastarbeitern immer noch wie Migranten und Deutsche zweiter Klasse fühlen.

Markus Meister, per E-Mail

Polizei kann Fehlalarm als realistische Übung nutzen

Zum Artikel: „Falscher Amokalarm“ vom 9. Dezember

Na ja, am Ende hatte jeder etwas davon: Die Schüler haben keinen Unterricht („yeah!“), die Polizei kann in einem solchen Einsatz mal wieder realistisch üben und die Zeitungen können davon berichten. Im Übrigen habe ich dies auch schon mal miterlebt, bloß dass damals ein Schüler eine Banane als Messer eingeordnet hat, so jedenfalls die offizielle Geschichte später.

Sören Klein, via Facebook

Anrufe zu Werbezweckenwerden wieder häufiger

Zum Artikel: „Te­le­­fon-Ter­ror“ vom 8. Dezember

Ja, das kenne ich nur zu gut, und diese Anrufe werden wieder mehr. Mich würde es weniger ärgern, wenn es nur ab und zu wäre. Sie lassen nicht locker und werden aggressiver und drohen sogar. Ich glaube, die Strafen sind zu lasch.

Sascha Neitzel, via Facebook

Ich habe gerade erst wieder so einen Anruf bekommen und die meinten, die würden gerade vor meiner Tür stehen. Sie wollten mir einen neuen Stromversorger andrehen. Der Anruf war aus München, und ich wohne in Berlin.

Melanie Grupe, via Facebook

Mick Jagger sollte möglichst ein hohes Alter erreichen

Zum Artikel: „Mick Jagger mit 73 Jahren wieder Vater“ vom 9. Dezember

Da kann man nur fürs Kind hoffen, dass der Papa sehr alt wird, damit es ihn nicht sogar als Kind schon begraben muss. Ich persönlich finde es nicht gut. Kinder brauchen ihre Eltern sehr lange und das kann er wohl nicht gewährleisten.

Alexandra Bitterling, via Facebook

Ersatzbau mit 216 Plätzenmuss realisiert werden

Zum Artikel: „Jetzt geht’s an die Arbeit“ vom 9. Dezember

Der neue Justizsenator muss sofort entscheiden, ob nach dem Abriss der Teilanstalt I der JVA Tegel im Frühjahr 2017 der Ersatzbau mit 216 Haftplätzen realisiert wird. Bei strenger Auslegung der Koalitionsvereinbarung ist das nicht möglich. Dennoch benötigt der geschlossene Männervollzug dringend den Neubau. Da eine Übernahme der in der Ausbildung befindlichen Justizvollzugsbeamten in den Landesdienst nach dem Haushaltsplan und ab 2018 immer noch nicht finanziell absichert ist, besteht vorrangiger politischer Handlungsbedarf, um die bestehende Personalnot im Berliner Justizvollzug wenigstens in Teilbereichen beheben zu können.

Joachim Jetschmann, Wilmersdorf

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