US-Wahl

Donald Trump zieht sich aus seinen Unternehmen zurück

Präsident und Unternehmer – ist gleichzeitig schlecht, findet auch Donald Trump. Er kündigt an, sich aus seinen Firmen zurückzuziehen.

Donald Trump will künftig in erster Linie US-Präsident sein.

Donald Trump will künftig in erster Linie US-Präsident sein.

Foto: Peter Foley / dpa

Washington/New York.  Donald Trump will sich nach eigenen Angaben als US-Präsident komplett aus seinen Unternehmen zurückziehen. Der Schritt sei rechtlich nicht zwingend, er wolle sich aber voll und ganz auf die Staatsgeschäfte konzentrieren, schrieb der 70-Jährige am Mittwoch auf Twitter. „Die Präsidentschaft ist die bei weitem wichtigere Aufgabe“, so Trump.

Bereits Mitte November verkündete Trump seine Immobilien- und Unternehmensanteile in eine unabhängige Treuhandgesellschaft auszulagern. Über den sogenannten „Blind Trust“ (deutsch etwa Blindes Treuhandvermögen) hätte der Treuegeber formal keine Kontrolle.

Trump als Geschäftsmann häufig umstritten

Anders im Fall Trump, denn die Führung des Firmen-Imperiums „Trump Organization“ soll weiterhin in der Hand der Familienmitglieder bleiben. Geplant ist, dass das Unternehmen künftig von seinen Kindern Donald Jr., Eric und Ivanka geleitet werden sollen. Ob er bei dem Plan bleibt und weitere Einzelheiten zu seinem Ausstieg aus den Geschäften will Trump gemeinsam mit seinen drei ältesten Kindern am 15. Dezember in New York bekanntgeben.

Der künftige US-Präsident war als Geschäftsmann häufig umstritten. Mit seinen Kasino-Geschäften war er mehrfach in Konkurs gegangen, seine sogenannte Universität stand unter dem Verdacht, Studenten betrogen zu haben. Trump hatte sich erst vor wenigen Tagen in einem Vergleich auf die Zahlung von 25 Millionen Dollar Schadenersatz verständigt. (dpa/emb)