Syrien-Konflikt

Wie die siebenjährige Bana den Kriegsalltag in Aleppo erlebt

Bomben fallen, Häuser werden zerstört, Menschen sterben – Bana (7) erlebt den Krieg hautnah – und teilt ihre Erfahrungen auf Twitter.

Schutt und Geröll, wo einst Häuser standen: Die syrische Stadt Aleppo ist vor allem in den östlichen Teilen komplett zerstört.

Schutt und Geröll, wo einst Häuser standen: Die syrische Stadt Aleppo ist vor allem in den östlichen Teilen komplett zerstört.

Foto: ABDALRHMAN ISMAIL / REUTERS

Aleppo.  Die Lage in Aleppo ist besorgniserregend. Die Kämpfe in der syrischen Stadt haben sich verschärft. Es scheint, als stehe die syrische Armee kurz vor der Rückeroberung der Rebellenhochburg. In den vergangenen 24 Stunden sei ihr ein Durchbruch im Kampf um die Stadt gelungen, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Der Ostteil der Stadt werde noch von Rebellen und Extremisten kontrolliert. Sein Fall könnte zu einem Wendepunkt im syrischen Bürgerkrieg werden. Doch für die Zivilisten bedeutet die aktuelle Situation auch: willkürliche Bombardements aus der Luft, viele zivile Opfer.

Bana berichtet über Zerstörung, Angst, Verlust – und Hoffnung

Eine, die das hautnah erlebt, ist die siebenjährige Bana Al-Abed. Auf Twitter berichtet sie mit berührenden Worten von ihrem Alltag im Kriegsgebiet: davon, wie sie liest, um den Krieg zu vergessen, davon, wie Bomben ihr Haus zerstörten, davon, wie sie um ihr Leben fürchtet, davon, wie sie Freunde verlor.

Hier bedankt sich Bana bei ihrer Lieblingsautorin
Hier bedankt sich Bana bei ihrer Lieblingsautorin

Das Twitter-Profil, so heißt es unter dem verifizierten Account, werde von Banas Mutter betreut. Manchmal meldet sich Fatemah auch selbst zu Wort. Meist ist es aber ihre Tochter, die erzählt, wie der Krieg nicht nur Gebäude, sondern auch Leben und ihre Kindheit zerstört.

Die siebenjährige Bana Alabed twittert über ihren Alltag in Aleppo

(mit dpa/rtr)