Bundespräsidentenwahl

Wagenknecht verteidigt Aufstellung von Gegenkandidaten

Sahra Wagenknecht wünscht sich einen alternativen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Steinmeier stehe für ein „Weiter so“.

Die Fraktionschefin der Linken Sahra Wagenknecht.

Die Fraktionschefin der Linken Sahra Wagenknecht.

Foto: Wolfgang Kumm / dpa

Berlin.  Die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat die Aufstellung eines Gegenkandidaten zum amtierenden Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) für das Amt des Bundespräsidenten begründet. „Christoph Butterwegge steht als profilierter Armutsforscher dafür, sich nicht mit einer Gesellschaft abzufinden, in der die soziale Ungleichheit wächst und es wenige Gewinner und immer mehr Verlierer gibt“, sagte Wagenknecht unserer Redaktion.

Steinmeier stehe als Architekt der rot-grünen Reform-Agenda 2010 und Kandidat der „ganz großen Koalition aus SPD, CDU, CSU, FDP und Grünen“ für ein „Weiter-so“ der bisherigen Politik, so die Fraktionschefin. Die Linke wünsche sich einen Bundespräsidenten, der die soziale Frage zum zentralen Thema mache. An diesem Montag soll Butterwegge offiziell vorgestellt werden. (FMG)