Bundespräsidentenwahl

Steinmeier will umstrittene Werbeanzeige stoppen lassen

„Buch des künftigen Bundespräsidenten“: So wirbt Steinmeiers Verlag für dessen Buch. Der Text war offenbar nicht mit ihm abgestimmt.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei einer Pressekonferenz, auf der er von den Parteichefs der Großen Koalition als deren gemeinsamer Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt wird.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei einer Pressekonferenz, auf der er von den Parteichefs der Großen Koalition als deren gemeinsamer Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt wird.

Foto: Rainer Jensen / -

Berlin.  Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Kandidat der großen Koalition für das Amt des Bundespräsidenten, will eine Werbeanzeige für sein Europa-Buch stoppen lassen. Das berichtet der Berliner „Tagesspiegel“ unter Berufung auf das Umfeld des SPD-Politikers. In der Zeitungsanzeige wird Steinmeiers Werk als „das aktuelle Buch des künftigen Bundespräsidenten“ beworben.

Auch der Deutschen Presse-Agentur wurde am Sonntag aus Steinmeiers Umfeld versichert: „Der Anzeigentext war nicht abgestimmt. Der Verlag ist gebeten worden, diesen Text nicht mehr zu verwenden.“

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hatte die Werbung zuvor als respektlos kritisiert. Steinmeier glaube wohl, Kanzlerin Angela Merkel, SPD-Chef Sigmar Gabriel und der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hätten ihn zum Staatsoberhaupt ausgerufen – und pfeife auf die Bundesversammlung, schrieb er auf Twitter. Diese will den Bundespräsidenten am 12. Februar wählen. (dpa)