Migration

Mehr als 4.600 Flüchtlinge starben 2016 im Mittelmeer

Zahllose Menschen haben sich auf die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa gemacht. Tausende kamen dabei ums Leben.

Im Mittelmeer wurden 2016 viele Flüchtlinge gerettet. Mehr als 4.600 Menschen kamen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben.

Im Mittelmeer wurden 2016 viele Flüchtlinge gerettet. Mehr als 4.600 Menschen kamen bei der gefährlichen Überfahrt ums Leben.

Foto: Italian Red Cross/Yara Nardi/Han / dpa

Genf.  Im Mittelmeer sind in diesem Jahr nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bislang mindestens 4.620 Menschen ums Leben gekommen. Damit hätten bis Mitte November 2016 wesentlich mehr Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa ihr Leben verloren als im gesamten Jahr 2015, teilte die Organisation in Genf mit.

Im vergangenen Jahr seien knapp 3.800 Flüchtlinge im Mittelmeer ums Leben gekommen. Die IOM nannte verschiedene Ursachen für die hohe Todeszahl in diesem Jahr: So sei die in diesem Jahr sehr oft gewählte Route von Nordafrika nach Italien sehr riskant. Schlepper benutzten immer schlechtere Boote, pferchten zu viele Menschen hinein und starteten die Überfahrt auch bei sehr widrigem Wetter.

Überfahrt wird immer gefährlicher

Den IOM-Angaben zufolge erreichten von Anfang Januar bis Mitte November 344.000 Menschen mit Booten die Küsten Europas. Bis Ende Oktober 2015 seien knapp 729.000 Flüchtlinge und Migranten in Europa an Land gegangen. Somit habe sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Passagier auf der Überfahrt stirbt, mehr als verdoppelt.

Die Flüchtlinge und Migranten stammen aus Konfliktländern wie Syrien und dem Irak oder aus sehr armen Staaten in Afrika. (epd)