Bundespräsident

Elke Büdenbender ist die First Lady an Steinmeiers Seite

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Julia Emmrich
Sie ziehen ins Schloss Bellevue: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und seine Frau Elke Büdenbender.

Sie ziehen ins Schloss Bellevue: Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und seine Frau Elke Büdenbender.

Foto: Boris Roessler / dpa

Mit der Richterin Elke Büdenbender zieht eine selbstbewusste und erfahrene Frau mit Frank-Walter Steinmeier ins Schloss Bellevue ein.

Berlin.  Richterin, Radfahrerin, Mutter einer 20-jährigen Tochter: Wird Frank-Walter Steinmeier Bundespräsident, zieht mit Elke Büdenbender eine selbstbewusste, lebenserfahrene und beruflich erfolgreiche Frau als neue First Lady ins Schloss Bellevue. Seit 1995 ist die Juristin mit Frank-Walter Steinmeier verheiratet, kennengelernt haben sich die beiden beim Studium in Gießen.

Das Paar verbindet viel: Er kommt aus Ostwestfalen, sie kommt aus dem südwestfälischen Siegerland. Beide stammen aus einfachen Verhältnissen. „Auch sie war das erste Kind in ihrer Familie, das eine Universität von innen gesehen hat“, sagt Steinmeier über seine Frau. Doch die beiden Juristen verbindet noch mehr: Als Elke Büdenbender vor sechs Jahren schwer erkrankte, entschied sich Steinmeier, seiner Frau eine Niere zu spenden.

Familie Steinmeier/Büdenbender wohnt seit Jahren in Berlin

Die 54-Jährige arbeitet heute als Verwaltungsrichterin, Schwerpunkt Sozialrecht. Sie muss nun entscheiden, ob sie ihren Beruf weiter ausüben kann – oder ob sie ihre Aufgabe an der Seite des Bundespräsidenten sieht: Staatsbesuche absolvieren, Schirmherrschaften übernehmen.

Anders als ihre Vorgängerinnen Daniela Schadt und Bettina Wulff muss Elke Büdenbender dazu nicht die Stadt wechseln: Seit 17 Jahren wohnt Steinmeiers Familie in Berlin, Tochter Merit ist hier in die Kita und die Schule gegangen, inzwischen studiert sie.

Die zurückhaltende Frau kann auch im Rampenlicht stehen

Bislang hat es Elke Büdenbender geschafft, ihr Privatleben weitgehend zu schützen. Scheinwerferlicht? Nein, danke. Büdenbender ist keine, die sich im Ruhm ihres Mannes sonnt, das zeigt schon die Sache mit dem Nachnamen: Eigentlich, so hat sie mal erzählt, wollte sie nach ein paar Ehejahren auch den Namen ihres Mannes übernehmen. Aber dann sei er Außenminister geworden und sie habe gedacht, eine Namensänderung sehe nun so aus, als wolle sie sich fremde Lorbeeren anstecken.

Dass sich Büdenbender dennoch aufs Rampenlicht einstellen kann, hat sie schon bewiesen: Im Bundestagswahlkampf 2009, als Steinmeier SPD-Kanzlerkandidat war, gab sie Interviews und saß in Talkshows. Als Kanzlergattin, sagte sie damals, würde sie ihren Mann zwar gelegentlich begleiten, sich aber nicht in die Amtsgeschäfte einmischen. „Ich werde sicher keine Politikberaterin.“ Und: Sie wolle weiter als Richterin arbeiten. Das könnte nun anders aussehen.

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