Washington

Trump will Obamas Gesundheitsreform doch nicht kippen

Dem Republikaner gefallen einige Regelungen „sehr gut“

Washington. Donald Trump will offenbar zumindest Teile der Gesundheitsreform beibehalten, die US-Präsident Barack Obama durchgesetzt hat. Das sagte dessen designierter Nachfolger der US-Zeitung „Wall Street Journal“. Die „Obamacare“ genannte Reform brachte mehr als zehn Millionen Menschen in den USA eine Krankenversicherung. Im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, er werde sie „als Erstes“ kippen.

Dass Versicherer Patienten nicht wegen Vorerkrankungen ablehnen könnten, halte er für richtig, sagte Trump. Auch sollten Kinder für bestimmte Zeit bei ihren Eltern mitversichert bleiben können. Diese beiden Regelungen „gefallen mir sehr gut“, sagte Trump. Aus Respekt für Obama wolle er darüber nachdenken, die Reform nicht vollends rückgängig zu machen. Er wolle zudem sehr schnell die Themen Einwanderung, Grenzsicherheit und Deregulierung im Finanzwesen angehen. Trumps Wirtschaftsberater sind vorwiegend Investmentbanker und Hedgefonds-Manager.

Trump tauschte den Chef seines Übergangsteams aus, das ihn berät. Der angehende Vizepräsident und ehemalige Gouverneur von Indiana, Mike Pence, ersetzt den umstrittenen Gouverneur von New Jersey, Chris Christie.