Politik

„Wölfe hetzen jetzt nicht mehr nur Rehe, sondern Weidetiere“

Zum Artikel: „Landwirte fordern Abschuss von Wölfen“ vom 11. November

Es ist erfreulich, dass sich die im Bauernbund organisierten Landwirte endlich gegen das politisch zu verantwortende Wolfszuchtprogramm der Landesregierung Brandenburg stemmen. Dieses Zuchtprogramm sollte angeblich forstwirtschaftlichen Interessen dienen, womit die Ausrottung des Rehwildes als Knospenäser in den Laubwäldern gemeint war. Wenn nun sogar vom Landwirtschaftsministerium eingeräumt wird, dass die Explosion/Vermehrung der Wolfspopulation nicht mehr kontrollierbar ist, darf wohl endlich eine vernünftige Rechnung aufgemacht und nach Problemlösungen gesucht werden.

Da in der freien Natur inzwischen immer weniger Rehe zu finden sind, und die noch überlebenden Tiere den hetzenden Wölfen durch stetige Fluchtbereitschaft das Leben schwerer machen, ist nun die Wolfsjagd auf Weidetiere in deren Gattern oder auf der Freiweide angesagt. Dass die Wölfe nicht von den Jägern bejagt werden dürfen, versteht kein Spaziergänger.

Joachim F. Hildebrandt, Buckow

Der Bezirk Mitte muss sich auch um Investoren kümmern

Zum Artikel: „Alkoholverbot kann eine Lösung sein“ vom 11. November

Es sind mir einfach zu viele Verbote, die der neue Bezirksbürgermeister in Mitte, Herr von Dassel, nennt: „ Alkoholverbot“, „Zweckentfremdungsverbot“, auch ein Milieuschutzgebiet beruht quasi auf einem Zuzugs- und Investitionsverbot. Am Anfang des Interviews heißt es, er wolle für alle da draußen Ansprechpartner sein. Genannt werden Mütter (warum eigentlich nicht auch Väter?), Senioren, Obdachlose und Asylbewerber. Gut, Herr von Dassel, dass Sie sich um diese Gruppen kümmern wollen. Aber fehlen da nicht noch einige? Ich meine all jene, die das Geld erwirtschaften, damit man benachteiligten Menschen helfen kann. Und damit man die zu Recht geplanten Personalaufstockungen in den Verwaltungen bezahlen kann. Also bitte auch für die anderen da sein. Damit meine ich Arbeitnehmer, Unternehmer und Investoren. Also jene Gruppen, die nicht ein einziges Mal im Interview namentlich genannt wurden.

Stephan Koppe, per E-Mail

Die Neuordnung der Berliner Verwaltung bleibt kritisch

Zum Artikel: „In zwei Wochen zum Bürgeramt“ vom 11. November

In die jetzt propagierte Neuordnung der Berliner Verwaltung sollte man nicht allzu großes Vertrauen investieren. Dieselben Leute, die jetzt den Umschwung beschwören, haben die Karre in den Mist gefahren. Unterschwellig wird so getan, als seien die Beschäftigten an der Verwaltungsmisere schuld. Dabei liegt die Verantwortung bei den Landesregierungen unter Herrn Wowereit und seinem früheren Fraktionsvorsitzenden Müller mit den jeweiligen Koalitionspartnern von rechts und links.

Sieghard Jendras, Tegel

Verfassungsfeindliche Ideen sind im Schulleben tabu

Zum Artikel: „AfD droht Schulleiterin nach Entlassung mit Konsequenzen“ vom 10. November

Als Gewerkschafter habe ich zunächst grundsätzlich ein ungutes Gefühl, wenn einem Arbeitnehmer gekündigt wird. Als Christ und aktiver Demokrat unterstütze ich Bestrebungen, verfassungsfeindliche Einstellungen aus dem Schulleben auszugrenzen. Dies erwarte ich übrigens nicht nur in einer evangelischen Schule. Mal wieder auffällig ist das Vorgehen der AfD, die der Stadt bereits mehrere Rechtsextreme beschert hat: mit plump-dreisten Einschüchterungsversuchen und Drohungen gegen die Schulleiterin stellt sie sich in diesem Fall letztlich auf eine Stufe mit den vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen.

Volker Scharlowsky, Bohnsdorf

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