Politik

„Die Stadt muss schnell wieder einwandfrei funktionieren“

Zum Artikel: „In zwei Wochen zum
Bürgeramt“ vom 11. November

Die Stadt Berlin muss wieder einwandfrei funktionieren, und das möglichst schnell. Nicht nur die Bürgerdienste, die gesamte Stadtverwaltung muss sich neu aufstellen. Die Digitalisierung aller Vorgänge, Organisation, Personal: Es klemmt doch an allen Ecken. Bürgerämter, Schulausbau, Infrastruktur, Unterbringung/Versorgung von Flüchtlingen und Obdachlosen – überall müssen wir besser werden. Für die Touristen sind wir schon eine tolle Stadt, jetzt müssen wir es noch für die Berliner Bürger werden.

Winfried König, per E-Mail

Nun soll also die Reform von der letzten Reform der Berliner Verwaltung kommen und uns innerhalb von zwei Wochen einen Gang zum Bürgeramt ermöglichen. Selbst dann würden die Berliner Bürgerämter ihren Namen aber noch immer nicht verdienen. Echte Bürgerämter sollten den Bürgern nämlich eigentlich ohne Voranmeldung zu vertretbaren Zeiten offen zur Verfügung stehen. Vielleicht sollte man besser nicht die Reform reformieren, sondern einfach mal das Rad zurückdrehen. Die Bürger würden sich freuen!

Peter Knief, per E-Mail

Die Mehrheit der Amerikaner hat es so gewollt

Zum Artikel: „Nach der US-Wahl“
vom 11. November

Polarisieren, Denunzieren, Hass verbreiten – das neue, erfolgreiche Wahlrezept? So schmerzlich der Politikwechsel für viele sein wird, er ist von der Mehrheit der Amerikaner so gewollt worden. Eine Demokratie lebt vom Wechsel, und so müssen wir auch eine rückwärtsgewandte Politik hinnehmen, selbst wenn es noch so schwerfällt. Bestürzend ist allerdings das „Wie“. Drohungen, Intoleranz, rassistische und sexistische Ausfälle waren wirksame Begleiter des Erfolgs. Marie Le Pen feiert die Befreiung der Amerikaner durch Trump. Dümmlicher und verbohrter kann man das Ereignis nicht kommentieren.

Volker Rabsahl, Wannsee

Zu den Ereignissen, die sich nach den US-Präsidentenwahlen abspielen, folgende Anmerkungen: Staatschefs aus aller Welt gratulieren Donald Trump. Die britische Premierministerin freut sich auf gute Zusammenarbeit und sitzt bereits im Flieger in die USA. Allein Kanzlerin Merkel formuliert Bedingungen für eine Zusammenarbeit, ihr Außenminister fliegt in die Türkei, Herrn Erdogan zu beschwichtigen. Deutschland im Herbst 2016.

Rudolf Zitzmann, Schmargendorf

Der Konflikt der Türkei darf sich nicht hierher verlagern

Zum Artikel: „Berlin weist verfolgte Türken auf deutsches Asylrecht hin“ vom 9. November

Der Staatsminister im Auswärtigem Amt, Michael Roth (SPD), bietet türkischen Regierungskritikern an, in Deutschland Asyl zu beantragen. Wir haben bereits Auseinandersetzungen von in Deutschland lebenden Anhängern und Kritikern Erdogans. Soll nun der innenpolitische Konflikt der Türkei vollends auf unsere Straßen verlagert werden? Wie kann man einer türkischen Opposition Asyl anbieten und gleichzeitig mit diesem Land Beitrittsverhandlungen für die EU-Aufnahme führen?

Rolf Lehmann, per E-Mail

Bundespräsidentenkandidat: Vorschlag wird zum Fiasko

Zum Artikel: „Vertrackte
Kandidatensuche“ vom 7. November

Das Festhalten von SPD-Chef Sigmar Gabriel an Frank-Walter Steinmeier zum Bundespräsidentenkandidaten wird zum Fiasko. Wer wie Steinmeier Donald Trump als Hassprediger bezeichnete, ist für dieses Amt unqualifiziert.

Jens Friedrich, Wilmersdorf