Bundestagswahl

Merkel stellt sich auf Cyberattacken im Wahlkampf ein

Kanzlerin Merkel sieht die Gefahr von Cyberangriffen aus Russland vor der Bundestagswahl. Es geht vor allem um Falschinformationen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) befürchtet Cyberattacken im Bundestagswahlkampf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) befürchtet Cyberattacken im Bundestagswahlkampf.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Berlin.  Kanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt sich auf russische Cyberattacken ein, mit denen Moskau Einfluss auf den Bundestagswahlkampf in Deutschland nehmen könnte. Schon heute gebe es in der Bundesrepublik Cyberangriffe russischen Ursprungs, sagte Merkel am Dienstag nach einem Gespräch mit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg in Berlin.

Dabei gehe es zum Teil auch um Falschinformationen. „Deshalb kann es auch sein, dass das im Wahlkampf eine Rolle spielt.“ Mit solchen Attacken müsse man sich schon heute täglich auseinandersetzen, sagte Merkel.

Behörden vermuten Russland hinter früheren Attacken

US-Sicherheitsbehörden werfen Russland vor, mit Hackerangriffen Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump zu nehmen. Deutsche Sicherheitsbehörden vermuten hinter früheren Angriffen gegen den Bundestag und etwa die CDU-Zentrale in Berlin vom Kreml in Moskau gesteuerte russische Hackergruppen.

Solberg reagierte gelassen auf die Bedrohung: In Norwegen erlebe man wie in vielen anderen Ländern Cyber-Aktivitäten verschiedener Länder und auch von Russland. Aber es gebe keine Anzeichen für systematische Eingriffe von russischer Seite, um auf die norwegische Politik einzuwirken. Die Zusammenarbeit mit den russischen Behörden sei weiterhin recht offen. (dpa)