EU-Kommissar

China ist empört über Oettingers rassistische Wortwahl

Günther Oettinger bezeichnete Chinesen abfällig als „Schlitzaugen“. Der EU-Kommissar findet das „salopp“, in China ist man empört.

EU-Kommissar Günther Oettinger sorgt mit seinen abwertenden Äußerungen über Chinesen und Homosexuelle für Ärger.

EU-Kommissar Günther Oettinger sorgt mit seinen abwertenden Äußerungen über Chinesen und Homosexuelle für Ärger.

Foto: Sophia Kembowski / dpa

Peking.  Nach einer abfälligen Äußerung von EU-Kommissar Günther Oettinger über „Schlitzaugen“ hat sich China bestürzt gezeigt. Seine Bemerkungen würden verdeutlichen, dass manche westliche Politiker „ein irritierendes Gefühl der Überlegenheit haben“, sagte eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Mittwoch. „Wir hoffen, dass sie lernen, wie man andere als gleichwertig ansieht und mit Respekt behandelt.“

Oettinger hatte in einer Rede in Hamburg unter anderem Chinesen als „Schlitzaugen“ bezeichnet, von einer „Pflicht-Homoehe“ gesprochen und durchblicken lassen, Frauen könnten ohne Quotenregelung keine Spitzenpositionen erreichen. Später spielte er die Aussagen, für die er von vielen Seiten kritisiert wurde, herunter. Seine Worte über „Schlitzaugen“ seien eine „saloppe Äußerung“ gewesen, sagte er der Zeitung „Die Welt“. (dpa)