Politik

„Wir brauchen in ganz Berlin mehr Fahrradstreifen“

Zum Artikel: „Schon 14 Radfahrer tödlich verunglückt“ vom 25. Oktober

Es ist bedauerlich, dass schon so viele Radfahrer verunglückt sind. Ich sehe von meinem Fenster auf eine Kreuzung und bin erstaunt, dass nicht mehr passiert. Das Verhalten vieler Radfahrer ist sehr verkehrswidrig. Übliche Vergehen: Die Radler halten sich nicht an die vorgegebenen Leitlinien auf der Straße und

fahren „kreuz und quer“ über die Kreuzung. Sie fahren bei Rot, sie fahren abends ohne Licht mit schwarzer Kleidung, in letzter Zeit habe ich mehrere Radler gesehen, die freihändig fahren und auf ihr Handy schauen, sicher als Navi. Da sollten deftige Strafen erteilt werden, denn die Leidtragenden sind die Autofahrer, die dann zur Verantwortung gezogen werden.

Wolfgang Kunzendorf, per Mail

Wir brauchen Fahrradstreifen in ganz Berlin in höherer Zahl, nur so können die chaotischen Radfahrer „gebremst“ werden, auch wenn es genau denen nicht passt und man daraus „wegelagernde Bullen“ versucht zu machen ...

Stephan Dorschfeldt, via Facebook

Ich bin nur ein Hobbyradfahrer, aber was ich als Autofahrer mit den Radfahrern alles erlebe, ist schon manchmal krass. Wenn man zum Beispiel in der Stadt auf der Vorfahrtsstraße unterwegs ist, kommt plötzlich ein Radfahrer oder eine Radfahrerin von der Seitenstraße und biegt nach rechts ab, ohne zu schauen. Wenn man als Autofahrer da nicht auf die Bremse steigt und es passiert etwas, ist man schuld. Etliche Radfahrer meinen wohl, weil sie die Schwächeren sind, bräuchten sie sich nicht an die Verkehrsvorschriften zu halten. Als Autofahrer würde ich mehr Vernunft von den Radfahrern und Radfahrerinnen erwarten.

Georg Bankl, per E-Mail

Senat sollte beim Sozialticket auch an die Schüler denken

Zum Artikel: „Neues Sozialticket: Mehrkosten von 23 Millionen Euro“ vom
19. Oktober

Wenn der Senat gerade dabei ist, über das neue Sozialticket nachzudenken, sollte er auch gleich mal die Benachteiligung von Schülern beim Kauf eines Einzelfahrscheins überdenken. Mein Sohn (16) ist Schüler und muss trotz Schülerausweis das Einzelticket voll bezahlen. Nur die Monatskarte würde er zum Ermäßigungstarif erhalten.

Daniela Dahlmann, per E-Mail

Mit dem Mindestlohn kannkeiner für das Alter vorsorgen

Zum Artikel: „Regierung warnt
vor wachsender Altersarmut“ vom
27. Oktober

Es kann doch nicht sein, dass sich unsere Regierung hinstellt und sagt, dass im Niedriglohnsektor Altersarmut droht. Sie hat vergessen, ihre Hausaufgaben zu machen. Wer nur 8,50 Euro Mindestlohn erhält, ist froh, wenn das zum Überleben reicht (das sind etwa 1360 Euro im Monat brutto). Wie soll da noch vorgesorgt werden? Netto ist kurz über dem Hartz-IV-Satz. Die Damen und Herren Volksvertreter bekommen üppige Diäten und später Ruhegehälter, von denen man nur träumt. Klar, die haben keine Sorgen. Oft ist es heute so, dass viele Arbeitsverträge auf Zeit sind. Die zuständigen Politiker legen ihre Hände in den Schoß und schließen die Augen vor der Wirklichkeit auf dem Arbeitsmarkt. Diese Aussage ist für jeden, der ein Gehalt hat, das gerade einmal zum Überleben reicht, wenn überhaupt, eine schallende Ohrfeige. Unsere Volksvertreter sollten mal selber unter schwierigen Bedingungen für 8,50 Euro arbeiten. Sie würden heulend zusammenbrechen. Ach ja, und wie war das noch mit der sozialen Verantwortung der Wirtschaft? Hauptsache ist doch Profit. Ob die Politiker auch an den Weihnachtmann glauben?

Uwe Günther, per E-Mail