Politik

„Wir sollten dauerhaft zur Normalzeit zurückkehren“

Zum Artikel: „Mehrheit der Deutschen will die Sommerzeit behalten“ vom
25. Oktober

Welche Mehrheit? Wie viele Bürger der 80 Millionen Deutschen wurden dafür befragt, wo doch allgemein bekannt ist, dass diese Umstellung jedes Mal gesundheitliche Probleme bringt und auch für die Tierwelt katastrophale Auswirkungen hat (mehr Wildunfälle) sowie keinerlei energetischen Nutzen. Außerdem scheinen viele Menschen zu vergessen, dass die mitteleuropäische Zeit (MEZ) der sogenannten Winterzeit entspricht. Sollte die Sommerzeit für immer gelten, werden wir um eine Stunde betrogen und zwar auf Dauer! Und dafür sollten alle Bürger befragt werden – wir stimmen als Berufstätige jedenfalls dagegen.

Familie Lehmann, per E-Mail

Bei genauer Studie der erwähnten DAK-Umfrage wird klar, dass die Mehrheit der Deutschen gegen die Zeitumstellung an sich ist. Seit der Einführung der Sommerzeit 1980 hat sich kontinuierlich gezeigt, dass durch sie weder Energie gespart wird, noch dass das Tageslicht besser genutzt wird. Ganz im Gegenteil. Und sie führt zu gesundheitlichen Problemen. Bekennen wir doch nach 36 Jahren endlich Farbe und kehren dauerhaft wieder zur Normalzeit zurück.

Ivonne Herrmann, Gatow

Kinder brauchen gute Kitas und Ganztagsschulen

Zum Artikel: „Jedes 20. Kind in Deutschland lebt in materieller Not“ vom
25. Oktober

Leider hat sich der Begriff „Kinderarmut“ in den Medien und bei der Bundesregierung etabliert. Gemeint ist der finanzielle Rahmen, in dem Kinder in unserer Gesellschaft aufwachsen. Kinder sind in allen Schichten auf die finanzielle Unterstützung ihrer Erziehungsberechtigten angewiesen, somit grundsätzlich arm. Eine vorrangige staatliche Aufgabe ist es, für Kinder aller Schichten gleiche Lebens- und Bildungschancen zu schaffen, damit aus Kindern, die jetzt Hartz IV beziehen, nicht Erwachsene werden, die weiter nur von staatlichen Transferleistungen leben. Dafür ist es erforderlich, dass der Staat dafür sorgt, dass Kinder geistig und emotional nicht in Armut leben. Also ein Mehr an guten Kitas, Ganztagsschulen und fördernder Freizeitbetreuung.

Astrid Ollek, Wittenau

Radler in Berlin sind besonders rücksichtslos

Zum Artikel: „Radfahrerin wird von
Lkw erfasst und tödlich verletzt“
vom 24. Oktober

Jeder Verkehrstote ist einer zu viel. Dennoch eine Anmerkung: Wir kennen keine Stadt, in der die Radler so rücksichtslos sind wie in Berlin. Verkehrszeichen gelten nicht, die Polizei ist überfordert – oder greift nicht ein. Entweder die Stadt schafft eigene Fahrspuren oder sie verbietet den Radverkehr in der Innenstadt, zumindest auf Achsen wie der Leipziger Straße. Der jetzige Zustand ist verantwortungslos. Wir wundern uns, dass nicht mehr passiert.

Hans Fleschhut, Laupheim und Berlin-Mitte

Geschönte Abschlussnoten für Abiturienten

Zum Artikel: „Lehramtsstudierende fallen durch Mathetest“ vom 23. Oktober

Für mich ist das überhaupt keine Überraschung, dass 43 Prozent der Teilnehmer zum zweiten Mal durchgefallen sind. Das zeigt ganz offensichtlich, dass nicht wenige Abiturienten durch mangelnde Hochschulreife auffallen. Das zeugt von geringen Anforderungsprofilen in den Schulen und oftmals hochgeputschten und geschönten Abschlussnoten, die den eigentlichen Leistungen oftmals nicht entsprechen. Eine Abschlussnote von 1,2 in Berlin hat nicht den gleichen Stellenwert wie in Bayern oder Baden-Württemberg.

Hans-Joachim Magnor, per E-Mail