Kadschara

Irakische Armee rückt immer näher an Mossul heran

Kadschara.  Die irakische Armee hat auf ihrem Vormarsch auf die IS-Hochburg Mossul die Extremistenmiliz aus weiteren Orten vertrieben. Die Regierungstruppen nahmen am Sonnabend den ursprünglich von Christen bewohnten Ort Karakosch ein, aus dem die Bevölkerung vor zwei Jahren vom Islamischen Staat (IS) vertrieben worden war. Damit sind die Armee und ihre Verbündeten im Südosten auf etwa 20 Kilometer an Mossul herangerückt.

Bei der Offensive gegen die IS-Hochburg wird mit so schweren Kämpfen gerechnet, wie es sie im Irak seit der US-geführten Invasion 2003 gegen den damaligen Machthaber Saddam Hussein nicht mehr gegeben hat. Der IS wurde auch aus der ebenfalls im Nordirak gelegenen Ölstadt Kirkuk vertrieben, wo der IS eine Entlastungsoffensive vorgetragen hatte.

Der IS soll ein Massaker an Zivilisten verübt haben. Laut nicht näher bezeichneter Geheimdienstquellen sollen 284 Jungen und Männer vom IS exekutiert worden sein. Das meldet CNN. Die Opfer wurden demnach im Süden Mossuls zunächst als menschliche Schutzschilde gegen Angriffe durch irakische und kurdische Streitkräfte missbraucht. Nach ihrer Exekution seien sie mit einer Planierraupe in der Nähe der Hochschule für Landwirtschaft in einem Massengrab verscharrt worden.

Das US-Militär lobte die Fortschritte zum Auftakt der Mossul-Offensive. „Wir sehen die Entwicklung positiv, zumal dieser Vorstoß kompliziert ist“, sagte ein US-Vertreter. Am Samstag traf US-Verteidigungsminister Ashton Carter zu einem Überraschungsbesuch im Irak ein, um sich ein Bild vom Verlauf der Offensive zu machen.

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