US-Wahlkampf

Trump attackiert Michelle Obama nach Rede gegen Sexismus

Michelle Obama kritisierte Donald Trump scharf für seine sexistischen Äußerungen. Nun schlägt der US-Präsidentschaftskandidat zurück.

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist berüchtigt für seine aggressiven öffentlichen Äußerungen.

US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump ist berüchtigt für seine aggressiven öffentlichen Äußerungen.

Foto: JONATHAN ERNST / REUTERS

Berlin.  Präsidentengattin Michelle Obama fand zuletzt klare Worte für Donald Trump. Scharf verurteilte sie die sexistischen und frauenverachtenden Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten und sagte, Trump habe das „sexuelle Verhalten eines Raubtiers“.

Trumps Gerede sei „eine Beleidigung für jeden anständigen Mann“. Für ihre öffentliche Rede erhielt Michelle Obama in den USA viel Zuspruch. Doch nun schlägt Donald Trump zurück.

Während einer Ansprache bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat North Carolina am Freitag sagte Trump: „Unser Land wird von Babys und Verlierern regiert.“ Und dann attackierte er Michelle Obama direkt, allerdings ohne ihren Namen zu nennen: „Der Präsident und seine Frau wollen nur Wahlkampf treiben.“

Weiter sagt er: „Es scheint so, dass seine Frau Hillary Clinton mag. Dabei war sie es doch, die gesagt hat, dass wenn man nicht fähig ist, sein Zuhause in Ordnung zu halten, dann ist man auch nicht fähig, das Weiße Haus in Ordnung zu halten.“ Donald Trumps Wutrede ist auch auf Twitter zu sehen:

Michelle Obamas ursprüngliche Äußerung

Mit seinem Kommentar bezieht sich Trump auf eine Äußerung von Michelle Obama aus dem Jahr 2007 als Barack Obama und Hillary Clinton gegeneinander um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat der demokratischen Partei kämpften. Damals sagt Michelle Obama: „Wenn jemand sein eigenes Zuhause nicht in Ordnung halten kann, dann kann diese Person mit Sicherheit nicht das Weiße Haus führen.“ Explizit verneinte zum damaligen Zeitpunkt aber das demokratische Wahlkampf-Team, dass sich dieses Statement auf Hilary Clinton beziehen würde.