Rechtspopulisten

AfD setzt im Bundestagswahlkampf 2017 auf Chat-Roboter

Einige Parteien lehnen den Einsatz von automatisierten Chats im Wahlkampf ab. Die rechtspopulistische AfD zeigt sich dafür aber offen.

Alice Weidel (Mitglied des Bundesvorstandes, AfD) hat den Einsatz von Chat-Bots im Wahlkampf in Aussicht gestellt.

Alice Weidel (Mitglied des Bundesvorstandes, AfD) hat den Einsatz von Chat-Bots im Wahlkampf in Aussicht gestellt.

Foto: imago stock&people / imago/Müller-Stauffenberg

Berlin.  Die Alternative für Deutschland (AfD) will einem Magazinbericht zufolge so genannte „Social Bots“ im Wahlkampf einsetzen. Die Chat-Roboter können unter anderem auf Fragen von Nutzern antworten oder direkte Nachrichten schreiben.

Wie der „Spiegel“ laut Vorabmeldung berichtet, sagte Alice Weidel, Bundesvorstandsmitglied der AfD: „Selbstverständlich werden wir Social Bots in unsere Strategie im Bundestagswahlkampf einbeziehen“. Für eine junge Partei gehörten ihrer Meinung nach auch junge Medienangebote im Wahlkampf dazu.

SPD und CDU verzichten auf Einsatz von Bots

Im Gegensatz zur AfD haben die großen Parteien CDU und SPD Vorbehalte gegenüber den „Social Bots“. Von beiden Parteien war zu hören, dass der direkte Kontakt der Politiker mit den Bürgern so wichtig sei, dass eine automatisierte Wahlwerbung nicht angebracht sei. „Die sozialen Medien werden in unserem Wahlkampf eine wesentliche Rolle spielen. Aber den Einsatz von Bots lehnen wir ab“, sagte etwa SPD-Generalsekretärin Katarina Barley dem „Spiegel“.

CSU-Generalsekretär Peter Tauber zitiert das Magazin zur Ankündigung der AfD: „Das zeigt: Der AfD geht es nicht um eine echte inhaltliche Auseinandersetzung – sondern nur um Krawall und Pöbelei.“ (ac)