Ermittlungen

Mutmaßlicher Komplize von al-Bakr soll vor Bundesgerichtshof

Der mutmaßliche Terrorkomplize von Dschaber al-Bakr sitzt in Dresden in U-Haft. Nun soll Chalil A. nach Karlsruhe gebracht werden.

In diesem Wohnhaus in Leipzig verhafteten Polizisten den Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr.

In diesem Wohnhaus in Leipzig verhafteten Polizisten den Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr.

Foto: Carsten Koall / Getty Images

Karlsruhe.  Nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr soll sein mutmaßlicher Komplize Chalil A. in den kommenden Tagen einem Haftrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Der 33 Jahre alte Syrer, der derzeit in Dresden in Untersuchungshaft sitzt, soll dazu im Laufe der Woche nach Karlsruhe gebracht werden, wie ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Montag auf Anfrage sagte. Zum genauen Tag und zum Stand der Vernehmungen äußerte er sich nicht.

Chalil A. wird durch eine Sitzwache vor der Zellentür durchgängig beobachtet, seit sich al-Bakr am vergangenen Mittwoch in einem Leipziger Gefängnis erhängt hatte. Chalil A. hatte die Wohnung in Chemnitz gemietet, in der al-Bakr eineinhalb Kilogramm hochwirksamen Sprengstoffs lagerte. Die Ermittler gehen davon aus, dass damit ein Anschlag auf einen Berliner Flughafen im Auftrag der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geplant war.

Vorführung in Karlsruhe notwendig

Die Bundesanwaltschaft wirft Chalil A. Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Die Vorführung in Karlsruhe ist notwendig, weil ihm zunächst lediglich ein Richter des Amtsgerichts Dresden den Haftbefehl eröffnet hatte. Dem Sprecher zufolge soll er anschließend zurück nach Sachsen gebracht werden. (dpa)