Friedensverhandlungen

Kolumbiens Regierung und Guerilla verlängern die Waffenruhe

In Kolumbien muss das Friedensabkommen nachverhandelt werden. Farc-Guerilla und Regierung verlängern deshalb den Waffenstillstand.

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota demonstrierten Anfang Oktober hunderte Menschen für ein Ende des Bürgerkrieges.

In der kolumbianischen Hauptstadt Bogota demonstrierten Anfang Oktober hunderte Menschen für ein Ende des Bürgerkrieges.

Foto: Mauricio Duenas Castaneda / dpa

Bogotá.  Die kolumbianische Regierung hat die Waffenruhe mit der linken Guerillaorganisation Farc bis zum Ende des Jahres verlängert. Der 31. Dezember sei zwar kein endgültiges Ultimatum, aber die neuen Verhandlungen über einen Friedensvertrag müssten zügig vorankommen, sagte Präsident Juan Manuel Santos am Donnerstag. „Die Zeit arbeitet gegen den Frieden und das Leben.“

Regierung und Farc hatten bereits ein Abkommen unterzeichnet, um den seit Jahrzehnten andauernden Konflikt mit über 220.000 Toten beizulegen. Allerdings wurde der Vertrag in einer Volksabstimmung abgelehnt. Die Gegner kritisierten vor allem die geplante politische Beteiligung der Farc und die relativ milden Strafen für die Rebellen.

Nachverhandlungen über Friedensabkommen

Nun muss nachverhandelt werden. Die Unterhändler der Regierung und der Farc kamen bereits in Havanna zusammen, um die Gespräche wieder aufzunehmen. Fraglich ist, ob die Guerillavertreter bereit sind, die Eckpunkte des Friedensabkommens zu verändern. (dpa)