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Wahlkampf beeinflusst - USA wirft Russland Hacking vor

Die US-Regierung hat Russland beschuldigt, durch Hacking den Wahlkampf zu beeinflussen. Moskau spricht von „antirussischer Hysterie“.

Die US-Regierung wirft Russland offiziell Hackerangriffe vor.

Die US-Regierung wirft Russland offiziell Hackerangriffe vor.

Foto: Silas Stein / dpa

Washington.  Die Regierung in Moskau hat Beschuldigungen der USA zu russischen Hackerangriffen auf Organisationen der Demokratischen Partei als haltlos zurückgewiesen. Die USA hatten Russlands Regierung vorgeworfen, mit entsprechenden Angriffen Einfluss auf den Präsidentschaftswahlkampf zu nehmen. Die Behauptungen seien ein Versuch der US-Regierung, die „beispiellose antirussische Hysterie“ anzuheizen, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit.

Das Hochschaukeln von Emotionen bezüglich russischer Hacker werde im US-Wahlkampf eingesetzt und auch die derzeitige US-Regierung sei schmutzigen Tricks nicht abgeneigt, erklärte der russische Vize-Außenministers Sergei Ryabkow auf der Internetseite seines Ministeriums. Russland bot Ryabkow zufolge den USA erneut an, sich beim Kampf gegen Cyber-Kriminalität abzustimmen.

USA: Moskau will Wahlkampf stören

Das US-Heimatschutzministerium und das Büro des nationalen Geheimdienstdirektors hatten am Freitag eine Erklärung veröffentlicht. Man sei überzeugt, dass Russland hinter den Angriffen auf Computersysteme politischer Organisationen und Institutionen stehe.

Diese Diebstähle und Offenlegungen seien dazu bestimmt, die Anfang November anstehende US-Präsidentschaftswahl zu stören, in der Hillary Clinton für die Demokraten gegen den Republikaner Donald Trump antritt.

Wikileaks hatte gehackte E-Mails veröffentlicht

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im August gehackte E-Mails von Mitgliedern und Mitarbeitern des Parteivorstandes der Demokraten veröffentlicht. Daraus ging hervor, dass das Führungsgremium im Vorwahlkampf stark zugunsten von Hillary Clinton und somit gegen ihren Rivalen Bernie Sanders voreingenommen war.

Die Enthüllungen führten zum Rücktritt von Parteichefin Debbie Wasserman Schultz. Später wurde bekannt, dass der Hackerangriff auf die Demokraten noch umfangreicher war. Schon damals verdächtigen Experten und Regierungskreise russische Hacker mit Verbindungen zu Regierungsorganisationen. (dpa/rtr)