Berlin

Umweltministerium befürwortet weiter „blaue Plakette“

Berlin. Das Ringen um die Einführung einer „blauen Plakette“ für Dieselautos geht weiter. Das Bundesumweltministerium hält an der Einführung neuer Regeln zur Schadstoffreduzierung in Städten fest, sofern sich die Verkehrsminister nicht auf einen geeigneten anderen Vorschlag einigen können. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte die Einführung der „blauen Plakette“ im August vorübergehend auf Eis gelegt, um der Verkehrsministerkonferenz (VMK) die Möglichkeit zu geben, „Alternativen zu einer solchen Regelung zu prüfen“, heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an den Vorsitzenden der VMK, das dieser Redaktion vorliegt. Ob die Pläne für die „blaue Plakette“ damit aufgegeben wurden, stellte Staatssekretär Jochen Flasbarth klar: „Das ist nicht der Fall.“

Die Verkehrsministerkonferenz will heute zu der geplanten Plakette Stellung beziehen. Angesichts der hohen Luftverschmutzung streben vor allem Baden-Württemberg, Hessen und Bremen eine Einführung der Plakette an. In etwa 80 Städten werden die Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) lehnt die Plakette ab.