Politik

„Veränderungen nötig, damit jeder privat vorsorgen kann“

Zum Artikel: „Die Rente wird noch
teurer“ vom 6. Oktober

Wenn Frau Nahles nur den Rentenbeitrag erhöht, um damit zur Bekämpfung der drohenden Altersarmut höhere Renten zu erzielen, wird sie bald nicht mehr der Regierung angehören. Schließlich dürften trotz Bildungskrise sogar die Erstwähler erkennen, was sie dadurch bewirken würde. Die Armut würde dann nämlich für noch mehr Mitbürger nicht erst im Rentenalter, sondern schon bei Arbeitsantritt einsetzen. Es muss also nicht nur an den Stellschrauben der Rente, sondern gleichzeitig an denen des Mindestlohns und der Einkommensteuer so kräftig gedreht werden, damit sich jeder Bürger die private Altersvorsorge leisten kann.

Peter Knief, per E-Mail

Man kann nur hoffen, dass die Sozialpolitiker verstanden haben, dass bei den Vorsorgesystemen keine Momentaufnahme hilft. Die gesetzliche Rente mit ihrem Umlagesystem beruht auf einem Drei-Generationen Vertrag, Sicherheit, Rentabilität und Nachhaltigkeit lassen sich nur bei einem Blick über mehrere Jahrzehnte beurteilen. Da weiß jeder Experte, dass die demografische Entwicklung vor allem durch die Geburtenraten und die zunehmende Lebenserwartung zu erheblichen Problemen führen wird. Zur Entwarnung besteht also keinerlei Anlass und erst recht kein Grund für die Politiker, die Hände in den Schoß zu legen oder gar dem System weitere Lasten aufzubürden.

Wolf-Rüdiger Heilmann, Schöneberg

Das sind die Fakten: Zunahme der Altersarmut, Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse bei gleichzeitiger Zunahme von 400-Euro-Jobs und Ausweitung des Niedriglohnsektors. Absinken des Rentenniveaus und Erhöhung der Lebensarbeitszeit, steigende Verschuldung von Kommunen trotz sprudelnder Steuereinnahmen. Bei all diesen bekannten Phänomenen werden die Politiker nimmer müde zu betonen, dass Deutschland ein reiches Land sei, Zukunftsängste seien unbegründet. Plötzlich kommt nun die Erkenntnis, dass die Rentenfinanzierung reformiert werden muss. Aber wie? Geringverdiener haben kaum Spielraum, um sich privat abzusichern. Zudem macht es die Niedrigzinspolitik unmöglich, Vermögen fürs Alter aufzubauen. Also dem Steuerzahler weiter in die Tasche gegriffen und die Rentenbeiträge erhöhen. Damit das auch lange so geht, die Lebensarbeitszeit auf 70 Jahre anheben, wie Ökonomen fordern.

Oliver Freund, per E-Mail

Es kann nur besser werden – auch mit den Roten

Zur Berichterstattung über die
Koalitionsverhandlungen und
Leserbriefe dazu

Der Regierende wird doch durch Fachpersonal zu vertreten sein, wenn er andere Termine wahrnehmen muss. Was wäre, wenn er unverhofft ins Krankenhaus müsste, würde dann der Laden dicht gemacht? „Wir“ Altberliner wollten die rot-rot-grüne Koalition nicht, schreibt ein Leser. Ich als Altberlinerin habe seinerzeit auch etliche Stunden an den Grenzkontrollen der DDR verbracht und ich wollte und will dennoch Rot-Rot-Grün. Es kann nur besser werden.

Christel Hartwig, Schöneberg

Viele Fahrgäste verursachen Stau auf dem Bahnsteig

Zum Artikel: „Zugverkehr nach
tödlichem Unfall im Hauptbahnhof
gestört“ vom 5. Oktober

Bahnsteige werden nur schmal, weil jeder, der von der Rolltreppe gleich um die Ecke geht und dort stehen bleibt. Da amüsiere ich mich jedesmal drüber und freue mich über den Platz, den man hat, wenn man den Bahnsteig nur weiterläuft. In dem geschilderten Fall gilt mein Beileid den Angehörigen.

Thomas Platz, via Facebook