Syrien-Konflikt

Mindestens 13 Zivilisten sterben bei Luftangriff in Syrien

Im Norden Syriens sind bei einem Bombardement mindestens 13 Menschen gestorben. Von wem der tödliche Angriff ausging, ist noch unklar.

Eine Gruppe von Rebellen fährt an zerstörten Häusern im nordsyrischen Ort Al-Rai vorbei. In der Region kamen mehrere Zivilisten ums Leben, auch ein türkischer Soldat wurde getötet.

Eine Gruppe von Rebellen fährt an zerstörten Häusern im nordsyrischen Ort Al-Rai vorbei. In der Region kamen mehrere Zivilisten ums Leben, auch ein türkischer Soldat wurde getötet.

Foto: KHALIL ASHAWI / REUTERS

Aleppo.  Bei einem Luftangriff auf einen nordsyrischen Ort unter Kontrolle der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind mindestens 13 Zivilisten ums Leben gekommen. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, weil Kampfflugzeuge das Dorf Thalthana bombardiert hätten, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch.

Es sei unklar, ob Jets der türkischen Luftwaffe oder der US-geführten internationalen Koalition für den Angriff verantwortlich sind. Den Menschenrechtlern zufolge leben in dem Ort mehrheitlich Kurden. Er liegt etwa 40 Kilometer nordöstlich der Großstadt Aleppo. Die Türkei und die US-Koalition gehen in der Region gegen die Extremisten vor.

Auch türkischer Soldat getötet

Bei Kämpfen zwischen der türkischen Armee und dem IS in der Nähe des nordsyrischen Ortes Al-Rai wurde zudem ein türkischer Soldat getötet. Drei weitere Soldaten seien unweit der Grenze verletzt worden, meldete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Auch 18 Kämpfer der Extremisten seien ums Leben gekommen.

Die Türkei hatte im August erstmals eine Bodenoffensive in Syrien begonnen, mit der sie syrische Rebellen unterstützt. Der Einsatz richtet sich gegen den IS, aber auch gegen kurdische Einheiten. Seit Beginn der Offensive kamen den Menschenrechtsbeobachtern zufolge mindestens sieben türkische Soldaten ums Leben. (dpa)