Integration

Kommunen wollen zur Flüchtlingshilfe Personal aufstocken

Zusätzliches Personal soll die Integration von Flüchtlingen verbessern: Ein Großteil der Kommunen meldet entsprechenden Bedarf an.

Um bei der Integration von Flüchtlingen schneller voranzukommen, wollen viele Kommunen mehr Personal einstellen. Der Bedarf an kommunalen Koordinatoren ist groß.

Um bei der Integration von Flüchtlingen schneller voranzukommen, wollen viele Kommunen mehr Personal einstellen. Der Bedarf an kommunalen Koordinatoren ist groß.

Foto: Sophia Kembowski / dpa

Berlin.  Die große Mehrheit der deutschen Städte und Kommunen will ihr Personal aufstocken, um die Bildung und Integration der Flüchtlinge besser zu koordinieren: 80 Prozent der 402 Kreise und kreisfreien Städte haben eine entsprechende Förderung beantragt, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) unserer Redaktion. „Mit ihren Kindergärten, Schulen und Weiterbildungsangeboten spielen die Kommunen eine zentrale Rolle bei der Inte­gration von Flüchtlingen“, sagte sie.

Mit 60 Millionen Euro finanziert das Bildungsministerium kommunale Koordinatoren für die Flüchtlingshilfe. Sie sollen die Angebote zur Bildung und Integration vor Ort passgenau organisieren und aufeinander abstimmen. Die Stellen werden zu 100 Prozent finanziert und sind auf zwei Jahre begrenzt. Die Kreise und Städte können bis zu drei Stellen beantragen. Insgesamt gingen Anträge von 324 Städten und Kreisen für 445 Koordinatorenstellen ein.

Kräfte für Volkshochschule oder Kitas

Die neuen kommunalen Mitarbeiter sollen zum Beispiel Volkshochschulen und Kindertagesstätten, Berufskammern und Jobcenter, Jugendhilfe und Schulamt zusammenbringen. Ziel ist es, einen Überblick zu bekommen, welche Sprach- und Integrationskurse, Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen es gibt, welche fehlen.

Besonders die vielen zivilgesellschaftlichen Initiativen, etwa der lokal aktiven Stiftungen, Vereine und ehrenamtlich engagierten Bürger sollen systematisch eingebunden werden. „Wir fördern die Bündelung aller Kräfte vor Ort und wollen dabei auch das Ehrenamt stärken. Denn das Engagement und die Hilfsbereitschaft der vielen Bürgerinnen und Bürger sind und bleiben ein wichtiger Baustein, damit Integration gelingen kann“, so Wanka. Die ersten Projekte sind im Juni 2016 gestartet. Die letzten Vorhaben sollen bis Ende des ersten Quartals 2017 bewilligt werden.

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